Es gibt Events, bei denen man erst im Nachgang wirklich versteht, ob sie den Aufwand wert waren. Die OMR gehört hier definitiv dazu. Vor Ort ist sie laut, voll, beeindruckend und stellenweise überfordernd. Der eigentliche Wert zeigt sich aber danach: in Gesprächen, Follow-ups, neuen Kontakten und in konkreten Leads.
Wir von WEVENTURE Performance waren Anfang Mai als Aussteller in Hamburg dabei und haben die OMR aus mehreren Perspektiven erlebt: als Agentur, als Gesprächspartner für Unternehmen und als Besucher:innen von Talks und Masterclasses. Dabei wurde schnell klar: Die OMR ist keine Veranstaltung, die automatisch funktioniert. Sie lohnt sich erst, wenn man weiß, was man sucht, wen man treffen möchte und wie man die vielen Eindrücke in konkrete nächste Schritte übersetzt.
Für diese Review haben wir die Eindrücke und Erfahrungen unserer auf der OMR anwesenden Mitarbeitenden gesammelt. Herausgekommen ist ein ehrlicher Rückblick mit unseren Erfahrungen, konkreten Learnings, berechtigter Kritik und der Antwort auf die Frage, für wen sich das Festival wirklich lohnt – und wer sich das Geld fürs Ticket 2027 (649 Euro!) sparen kann.
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Lohnt sich die OMR? Unser Kurzfazit
Ja, die OMR kann sich lohnen – aber es ist kein Selbstläufer. Wer ohne Ziel und Plan in die Hafenstadt fährt, wird vor allem ein sehr großes, sehr lautes und sehr teures Event erleben. Wer die OMR dagegen strategisch nutzt, kann wertvolle Gespräche führen, neue Kontakte knüpfen, Impulse für das eigene Marketing sammeln und konkrete Geschäftschancen entwickeln.
Für WEVENTURE Performance hat sich die OMR 2026 gelohnt. Warum? Weil wir viele spannende Unternehmen kennengelernt und daraus konkrete nächste Schritte abgeleitet haben: Potenzialanalysen, Audits und Beratungsgespräche, mit denen aus ersten Kontakten echte Kundenbeziehungen entstehen können.
Gleichzeitig sollte man realistisch bleiben: Nicht jeder Talk und nicht jede Masterclass liefert tiefen fachlichen Mehrwert. Einige Formate sind eher Sales-Pitch als Weiterbildung, viele 20-Minuten-Talks bleiben zwangsläufig an der Oberfläche. Trotzdem nimmt man oft interessante Denkanstöße mit; manchmal eine neue Perspektive, manchmal eine gute Formulierung, manchmal auch die Bestätigung, dass Themen, die man selbst bereits getestet oder strategisch bewertet hat, inzwischen sichtbar im Markt angekommen sind.
Für wen lohnt sich die OMR besonders?
Die OMR lohnt sich vor allem für Menschen und Unternehmen, die mit einem klaren Ziel kommen:
- Unternehmen, die neue Agenturen, Tools oder Partner suchen
- Marketing-Teams, die Trends, Anbieter und Marktstimmung vergleichen wollen
- Entscheider:innen, die konkrete Fragen mitbringen
Agenturen und Dienstleister, die ihre Positionierung schärfen und echte Gespräche führen wollen - Teams, die Networking aktiv nutzen und nicht nur Vorträge konsumieren möchten
- Marketer:innen, die Impulse aus Talks und Masterclasses gezielt für die eigene Strategie einordnen können
Unser eigenes Beispiel zeigt gut, warum Vorbereitung dabei so entscheidend ist. Wir haben im Vorfeld der OMR gezielt Content aufgebaut und den OMR Performance Quick Check über eine eigene Landingpage, Calendly-Buchung und LinkedIn-Posts promoted. Dadurch entstanden schon vor dem Event konkrete Gesprächsanlässe.
Zusätzlich hat ein eigens veröffentlichter Blogartikel unsere Sichtbarkeit in KI-Systemen stark erhöht: Besucher:innen, die sich mit KI-Tools auf die Messe vorbereitet haben, bekamen WEVENTURE aktiv als relevanten Ansprechpartner empfohlen. In mindestens einem Fall wissen wir konkret, dass diese Empfehlung über Gemini kam.
Für wen lohnt sich die OMR eher nicht?
Weniger sinnvoll ist die OMR, wenn man eine klassische Fachkonferenz mit ruhiger Atmosphäre, tiefen Workshops und viel Raum für konzentriertes Lernen erwartet. Dafür ist das Festival zu groß, zu laut und zu stark auf Erlebnis, Markeninszenierung und Networking ausgelegt.
Auch die Kosten sollte man realistisch einordnen. Der reguläre Festival Pass für die OMR 2026 lag bei 599 Euro, der Early-Bird-Preis bei 499 Euro. Tickets für die OMR 2027 liegen aktuell bei 649 Euro regulär bzw. 479 Euro im Pre-Sale. Dazu kommen je nach Ausgangsort und Setup schnell weitere Kosten: Hotel in Hamburg, je nach Lage, häufig ca. 90–300 Euro pro Nacht, Bahnfahrt oder Flug oft ca. 50–200 Euro, Verpflegung vor Ort schnell 30–80 Euro pro Tag, plus Nahverkehr, Gepäck, Arbeitszeit, Vorbereitung und Nachbereitung. Bei Ausstellern kommen zusätzlich Messe- und Standkosten hinzu.
- Ohne konkrete Ziele wird die OMR schnell unübersichtlich.
- Ohne Terminplanung verläuft vieles zufällig – was funktionieren kann, wenn du sehr offen auf Menschen zugehen kannst.
- Ohne Nachbereitung bleiben Gespräche oft unverbindlich.
- Selbst mit guter Planung kann es passieren, dass ein vielversprechende Masterclass am Ende oberflächlich bleibt oder zur Produktdemo wird.
- Ohne eigene Einordnung bleibt von vielen Impulsen eher Eventrauschen als echter strategischer Nutzen.
- Ohne klare Kosten-Nutzen-Rechnung wird die OMR schnell zu einem teuren Erlebnis statt zu einem sinnvollen Business-Touchpoint.
Natürlich kann man die OMR auch einfach aus Interesse, Neugier oder Spaß besuchen. Ob einem das persönlich mehrere hundert bis schnell über 1.000 Euro Gesamtkosten für Ticket, Reise, Hotel und Verpflegung wert ist, bleibt eine individuelle Entscheidung. Aus Business- und ROI-Perspektive liegt die Messlatte aber höher, besonders für kleinere Aussteller und Teams mit begrenztem Budget. Dann sollte der Anspruch sein, diese Kosten über konkrete Kontakte, Learnings, Partnerschaften, Leads, Audits oder neue Kundenbeziehungen wieder reinzuholen.
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Kritik: Was uns an der OMR 2026 nicht so gefallen hat
So wertvoll die OMR für uns war: Kritikpunkte gab es leider auch. Und genau deshalb wäre eine reine Jubel-Review auch nicht ehrlich. Die OMR 2026 war beeindruckend, aber stellenweise auch überladen. Vieles wirkt groß, laut und spektakulär, aber nicht alles davon zahlt automatisch auf fachlichen Mehrwert ein.
Thema | Unsere Einschätzung |
Menschenmassen | Teilweise war es schwer, sich entspannt zu bewegen oder spontan irgendwo reinzukommen. Die Menschenmengen und die korrespondierende Lautstärke machen die OMR körperlich und mental anstrengend. |
Masterclasses | Einige Masterclasses waren leider nur Sales-Pitches für irgendein Tool, keine tatsächliche Weiterbildung. Wenn am Ende eines Vortrags nur noch 40 % der ursprünglichen Zuschauer:innen anwesend sind, sagt das leider einiges aus. |
Entertainment | Teils sehr unterhaltsam, informativ, aber auch nicht immer relevant. Weder Heidi Klum noch ihr Hund können uns leider bei KI-Automatisierungen helfen (obwohl Fritz wirklich unglaublich süß ist und bei uns definitiv als Feel-Good-Manager eingestellt werden würde). |
Kosten | Ticket, Reise, Hotel, Vorbereitung und Nachbereitung summieren sich schnell. Die Frage „Lohnt sich die OMR?“ ist oft auch eine ROI-Frage. |
Talks | 20 bis 25 Minuten reichen oft nicht, um komplexe Themen wirklich tief zu behandeln. Gute Gäste allein reichen nicht. |
KI-Hype | KI, Agenten, Automation und AI Search waren überall präsent. Aber Unternehmen brauchen keine Buzzwords, sondern Orientierung: Was funktioniert wirklich? Was ist nur Hype? |
Aus Content wird Kontext. Aus Sichtbarkeit wird Relevanz.
Gute Inhalte allein reichen nicht immer aus. Entscheidend ist, dass Google und KI-Systeme erkennen, wer du bist, was du anbietest und wie deine Inhalte zusammenhängen. Mit strukturierten Daten und Entity-SEO schaffen wir die Grundlage für bessere Auffindbarkeit in klassischen Suchergebnissen und KI-Antworten.
OMR 2027: Mehr Zeit, höhere Preise – reagiert das Festival auf die Kritik?
Auch öffentlich wurde nach der OMR 2026 über Inhalte, Preise und die Qualität einzelner Formate diskutiert. Besonders die Masterclasses standen in der Kritik, weil sie nicht immer als neutrale Weiterbildung wahrgenommen wurden, sondern teilweise eher wie Produktpräsentationen wirkten. Dieser Punkt deckt sich stark mit unseren eigenen Erfahrungen.
Für 2027 hat die OMR deshalb einige Änderungen angekündigt.
Änderung für OMR 2027 | Was geplant ist | Unsere Einschätzung |
Drei statt zwei offizielle Festival-Tage | Die OMR 2027 soll vom 3. bis 5. Mai stattfinden. | 2026 gab es zwar bereits Side Events und Pre-Events am Vortag, 2027 wird dieser zusätzliche Tag aber deutlich stärker als offizieller Festivalbestandteil positioniert. Mehr Zeit kann helfen, Druck aus dem Programm zu nehmen. |
Erster Tag für Weiterbildung | Am 3. Mai sollen ausschließlich Masterclasses und Side Events stattfinden. | Das ist sinnvoll, wenn die Qualität der Inhalte steigt. |
Höhere Ticketpreise | Regulär werden aktuell 649 Euro kommuniziert, im Pre-Sale 479 Euro. | Mehr Programm rechtfertigt höhere Preise nur dann, wenn Besucher:innen auch spürbar mehr fachlichen Mehrwert bekommen. |
Mehr Struktur im Programm | Weiterbildung und Festivalprogramm werden stärker voneinander getrennt. | Das könnte Besucher:innen helfen, ihre OMR besser zu planen und gezielter Sessions auszuwählen. |
Die MOPO ordnet die Änderungen ausdrücklich als Reaktion auf Kritik an Inhalten und Preisen ein: Die OMR werde 2027 länger, aber auch teurer. Konkret soll der erste Tag stärker auf Weiterbildung, Masterclasses und Side Events ausgerichtet sein. Auch das Hamburger Abendblatt berichtet, dass die Kritik an der Veranstaltung lauter geworden sei und vor allem die Qualität der Masterclasses für Diskussionen gesorgt habe.
Ein zusätzlicher Tag kann eine gute Antwort auf einen Teil der Kritik sein. Wenn Masterclasses, Weiterbildung und Side Events mehr Raum bekommen, könnten Besucher:innen fachliche Inhalte bewusster auswählen und müssten nicht alles zwischen Expo, Bühnen, Standgesprächen und Networking quetschen.
Aber: Mehr Zeit bedeutet nicht automatisch mehr Qualität. Entscheidend wird sein, ob die Masterclasses 2027 wirklich stärker auf Weiterbildung ausgerichtet sind – oder ob sich das gleiche Problem nur auf drei Tage verteilt. Wenn ein vielversprechender Titel am Ende doch wieder vor allem zu einer Produktdemo mündet, hilft auch ein zusätzlicher Tag nicht.
OMR 2026 Erfahrungen aus dem WEVENTURE-Team
Nach der OMR – es war das erste Mal, dass wir dabei waren – haben wir im Team einmal rumgefragt: Was ist bei euch wirklich hängen geblieben? Dabei kamen sehr unterschiedliche, aber gerade deshalb spannende Perspektiven zusammen. Diese Mischung wollten wir festhalten: persönliche OMR Erfahrungen aus unserem Team, zwischen Organic und Paid, Content und Data, Sales und Strategie. Nicht als endgültiges Urteil über das Festival, sondern als ehrlicher Blick darauf, was uns als WEVENTURE Performance wirklich weitergebracht, überrascht oder auch genervt hat.
Matti Hintz: Der beste Input kam aus den Gesprächen
Matti ist Head of Paid bei uns und verantwortet Themen rund um SEA und Paid Social. Er ist außerdem einer dieser Menschen, bei denen man manchmal kurz prüfen möchte, ob Arbeitsschutzgesetze eigentlich auch für Arbeitstiere gelten.

„Für mich war die OMR hauptsächlich Austausch mit Menschen, weniger die Vorträge oder das ganze Programm drumherum. Besonders der Expo-Bereich in der Halle, in der auch unser Stand war, hat für mich gut funktioniert. Ich hatte dort viele Gespräche mit potenziellen Kund:innen, aber auch mit anderen Ausstellern.
Spannend fand ich, wie viele verschiedene Unternehmen man da trifft. Nicht nur mögliche Kund:innen, sondern auch potenzielle Partner, Tool-Anbieter oder andere Dienstleister, mit denen sich ein Austausch lohnen kann. Gerade im Paid-Bereich ist das wertvoll, weil sich Kanäle, Tools und Anforderungen ständig ändern.
Die anderen Hallen waren mir ehrlich gesagt teils zu groß und zu viel. In unserer Halle hatte ich dagegen das Gefühl, dass man wirklich ins Gespräch kommt. Fragen stellen und Cases verstehen, statt nur aneinander vorbeizulaufen.
Inhaltlich habe ich vor allem ein paar Denkanstöße mitgenommen, wo Marketing hingeht: mehr Automatisierung, verändertes Konsumentenverhalten, neue Tools und höhere Erwartungen an Performance und Effizienz. Die fachliche Tiefe der Vorträge war nicht immer gegeben, aber ich glaube, das ist auch nicht der einzige Maßstab.
Am Ende kommt es darauf an, was man selbst draus macht. Wenn man mit den richtigen Leuten spricht und den Austausch aktiv sucht, kann man mit guten Insights nach Hause gehen.“
Corinna Vorreiter: Zwischen Reizüberflutung und guten Gesprächen
Corinna ist unsere Head of Organic und verantwortet Themen rund um SEO, GEO, Content und allgemein organische Sichtbarkeit. Regelmäßig sprengt sie unsere Claude-Nutzungslimits.

„Mein Eindruck von der OMR 2026 war: riesig, laut, voll, und auf jeden Fall sehr unterhaltsam. Es gab wirklich krasse Stände und Aktionen. Paddle, Flag Football, Menschen, die an Wänden runterlaufen, also schon sehr viel Erlebnis und Festivalgefühl.
Fachliche Tiefe: eher schwierig. Nicht, weil es gar keine guten Inhalte gab, aber man musste sie schon gezielt suchen. Wenn es wirklich spannend wurde, dann eher in den längeren Talks. Bei 20-Minuten-Formaten bleibt oft einfach nicht genug Zeit, um ein Thema sauber einzuordnen oder wirklich in die Tiefe zu gehen.
Was man auch nicht unterschätzen darf: Die OMR ist einfach ein riesiges Event mit sehr viel Reizüberflutung. Überall passiert etwas, überall sind Menschen, überall ist Programm. Wenn man etwas auf der großen Bühne sehen möchte, muss man wirklich früh da sein, sonst bekommt man keinen Platz mehr.
Das Resumé an unserem Stand war sehr positiv. Wir hatten viele gute Unterhaltungen und es sind aktiv Menschen auf uns zugekommen. Das war für mich der wertvollste Teil der OMR: nicht unbedingt jede Session oder jeder große Programmpunkt, sondern die Gespräche mit Leuten, die konkrete Fragen hatten und wirklich wissen wollten, wie wir an SEO, GEO, Content oder AI Visibility herangehen.”
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Weitere InformationenUnsere Head of Organic Corinna (Mitte) im Gespräch auf der OMR.
Lara Hötzsch: Ohne klare Vorbereitung wird Sales auf der OMR unnötig schwer
Lara ist Senior Marketing Managerin bei uns und eine echte Allrounderin zwischen SEO, GEO, SEA, AdTech/Tracking und Sales. Auf der OMR 2026 war sie eine der wichtigsten (und erfolgreichsten) Ansprechpersonen an unserem Stand.
„Mein größtes Learning aus der OMR? Wir hätten uns noch besser vorbereiten müssen. Wir hatten zwar richtig gute Gespräche, aber gerade deshalb merkt man danach umso stärker, wo man noch mehr hätte rausholen können.
Unser Hook am Stand hat ehrlich gesagt nicht wirklich gehookt, der Standaufbau war noch nicht so stark, wie er hätte sein können, und konkrete Case Studies oder ein kleines Booklet hätten uns total geholfen. Wenn jemand mit einem B2C-E-Commerce-Case oder einer B2B-Leadgen-Frage vor dir steht, ist es halt einfach viel stärker, direkt sagen zu können: ‘Schau mal, genau so etwas haben wir schon gemacht.’
Was ich auch komplett unterschätzt habe: Nach der OMR geht die eigentliche Arbeit erst los. Potenzialanalysen, Leads kontaktieren, Erstgespräche vorbereiten, Audits anstoßen (und das alles zusätzlich zum normalen Tagesgeschäft). Beim nächsten Mal würde ich nach der Messe wirklich ein bis zwei Wochen bewusst für Nachbereitung freihalten. Sonst gehst du einfach unter.
Außerdem würde ich schon direkt vor Ort viel konkreter werden: nicht nur ‚Wir melden uns‘, sondern direkt Termine vereinbaren, nächste Schritte festhalten und auch klar sagen, welche Zugänge wir brauchen. Sonst sitzt man später im Erstgespräch und kann noch gar nicht richtig tief reingehen, weil die Daten fehlen.
Und ja, Sales auf einer Messe ist wirklich harte Arbeit. Das ist nicht einfach ein bisschen quatschen und Visitenkarten sammeln. Du musst schnell verstehen, was das Problem des Gegenübers ist, welche Lösung wirklich passt und warum ausgerechnet wir der richtige Partner dafür sind. Gerade auf der OMR, wo an jedem Agency-Stand fast dieselben Buzzwords fallen, reicht es nicht, einfach zu sagen: Wir machen SEO, SEA, GEO, AI und Performance. Das sagen alle. Wir müssen noch schneller zeigen, was uns wirklich unterscheidet.
Spannend fand ich auch, wie stark unsere AI-Präsenz im Vorfeld geholfen hat. Dass Menschen sich mit KI auf die OMR vorbereiten, nach relevanten Ständen suchen und dadurch bei uns landen, ist schon ein ziemlich klarer Beweis dafür, dass Sichtbarkeit in KI-Systemen nicht nur ein Zukunftsthema ist. Das hat uns echte Leads gebracht.
Von der OMR selbst habe ich ehrlich gesagt kaum etwas gesehen. Keine Masterclasses, keine Promis, keine Aftershows. Dafür sehr viele Gespräche, viel Lärm, viele Menschen und am Ende auch eine ziemlich leere Social Battery. Hamburg war trotzdem nice, Essen war gut – aber nächstes Jahr mache ich LinkedIn rund um die OMR wahrscheinlich eine Woche vorher und nachher aus. Diese ganzen identischen, von ChatGPT generierten ‚Meine 3 Learnings von der OMR‘-Posts braucht wirklich niemand mehr.“
Daniel Kiefer: KI-Antworten hinterfragen
Daniel ist Grafik & Design Manager bei uns und verbindet Designgefühl, Performance-Verständnis und einen sehr sauberen Blick für Details. Er ist außerdem einer dieser Menschen, bei denen man weiß: Wenn er etwas übernimmt, wird es gut.
„Die OMR war für mich auf jeden Fall viel und groß, aber auch wirklich inspirierend. Ich fand es schön, Kund:innen vor Ort zu treffen, mit Menschen ins Gespräch zu kommen und auch abseits unseres eigenen Stands spannende Aussteller und Events zu erleben.
Besonders interessant fand ich einige Speaker auf den offenen Stages. Da waren schon Themen dabei, die mir neue Perspektiven gegeben haben, zum Beispiel Roman Howe von Anthropic, der über den Erfolg von Claude gesprochen hat und darüber, was Claude anders macht. Ein Punkt ist mir dabei besonders hängen geblieben: KI hat oft die Tendenz, dir das zu antworten, was du hören möchtest. Claude versucht, genau das möglichst wenig zu tun. Manchmal funktioniert das fast schon zu gut. Das fand ich einen wichtigen Gedanken, weil man KI-Antworten genau vor diesem Hintergrund immer wieder kritisch challengen sollte.
Auch abseits der klassischen KI-Themen gab es spannende Impulse. Der Gründer von Hyrox, Tom Brady oder auch einige Fußballmoderatoren hatten interessante Themen und Gedanken dabei. Nicht alles war direkt auf unser Tagesgeschäft übertragbar, aber manchmal reicht ja auch ein Perspektivwechsel, um etwas für die eigene Arbeit mitzunehmen.
Bei den Masterclasses war mein Eindruck gemischt. Von fünf besuchten Sessions waren drei eher Produktwerbung mit spannenden Titeln. Die hätte ich mir im Nachhinein sparen können. Zwei Masterclasses zu KI und KI-Agenten hatten für mich aber echten Mehrwert.
Mein wichtigstes Learning daraus war ziemlich klar: Daten sind die Basis für alles, was du mit KI machst. Fehlerhafte Daten führen zu fehlerhaften Ergebnissen. Es braucht Stammdatenmanagement, bereinigte und standardisierte Daten und im besten Fall einen Master Data Hub, der mehr Agilität in der Systemlandschaft ermöglicht.
Am Ende lässt sich das für mich ganz einfach zusammenfassen: Du brauchst gute und gut strukturierte Daten, um gute Ergebnisse mit KI zu bekommen. Die AI Urgency ist real – aber die Infrastruktur, um sie sauber umzusetzen, ist in vielen Unternehmen noch nicht da.“
Maria Birnbaum: Reputation schlägt Reichweite
Maria ist Senior Social Media Advertising & Branding Strategin bei uns. Sie verbindet Paid Social, Brand Strategy und Content mit einem sehr klaren Blick für gesellschaftliche und digitale Entwicklungen.
„Für mich hatte die OMR 2026 einen ziemlich klaren roten Faden: Reputation schlägt Reichweite. Sichtbarkeit allein reicht nicht mehr. Es geht nicht nur darum, im Feed aufzutauchen oder kurzfristig Reichweite einzusammeln. Entscheidend ist, ob eine Marke glaubwürdig, relevant und konsistent sichtbar ist – auch dort, wo Entscheidungen heute zunehmend vorbereitet werden: in KI-Systemen.
Besonders hängen geblieben ist bei mir David Roter von LinkedIn. Sein Punkt war: Wettbewerbsvorteile entstehen nicht mehr nur im Feed, sondern immer stärker auch in LLMs. KI-Systeme entscheiden zunehmend mit, welche Marken überhaupt auftauchen, empfohlen werden und Vertrauen bekommen. Dafür zählen nicht einzelne Kampagnen, sondern langfristige Signale: Glaubwürdigkeit, Expertise, Vertrauen und kontinuierliche Präsenz.
TikTok hat mit Ski Aggu noch einmal sehr deutlich gemacht, dass der klassische Funnel so nicht mehr funktioniert. Menschen entscheiden nicht linear. Sie springen zwischen Bedarf, Unterhaltung, Vertrauen, Inspiration und Relevanz. Wachstum entsteht dort, wo Marken echte Bedürfnisse treffen – nicht dort, wo sie Menschen stur durch einen idealtypischen Funnel schieben wollen.
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Weitere InformationenGleichzeitig fand ich Carsten Maschmeyers Perspektive spannend, weil sie fast schon wie ein Gegengewicht zum ganzen digitalen Hype wirkte. Das stärkste Netzwerk entsteht nicht auf Events allein, sondern durch persönlichen Kontakt, echte Wertschätzung und konsequente Pflege über Zeit. Das klingt simpel, wird aber im Marketing-Alltag oft vergessen.
Am zweiten Tag hat Philipp Klöckner für mich gut durch den AI-Hype geschnitten. Agenten ersetzen nicht morgen jeden Job, Energie und Infrastruktur sind echte Bottlenecks, und Europa ist nicht raus – aber eben auch nicht vorne. Zwischen dem, was gerade versprochen wird, und dem, was operativ wirklich passiert, liegt noch eine ziemlich große Lücke.
Stark fand ich auch Peter Jelkeby von IKEA. Eine globale Love Brand bleibt nicht zufällig relevant. Sie bleibt relevant, weil sie über lange Zeit klare Entscheidungen darüber trifft, wofür sie steht, auch wenn sich Märkte, Zielgruppen und Kanäle verändern.
Und dann gab es noch die Capital-Shift-Session, die für mich wichtig war, weil sie einen strukturellen Wandel sichtbar gemacht hat: Wenn Frauen bis 2030 einen deutlich größeren Anteil investierbarer Vermögen kontrollieren, ist das kein Randthema. Das verändert, wer Entscheidungen trifft, wie Kapital fließt und welche Zielgruppen Unternehmen wirklich verstehen müssen.
Mein Fazit nach der OMR: Digitale Sichtbarkeit ist kein Selbstzweck. Sie ist ein Mittel, um echte Beziehungen aufzubauen. Reichweite kann Aufmerksamkeit schaffen. Aber Vertrauen, Relevanz und Reputation entscheiden, ob daraus langfristig etwas entsteht.“
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Weitere InformationenJoshua Wiesner: Inspirierend, aber oft mehr Show als Marketing
Joshua Wiesner ist nach seinem Studium mittlerweile fest im SEA-Team bei uns und bringt zusätzlich SEO-Erfahrung aus seiner Zeit als Werkstudent mit. Den Wechsel zu Paid hat das SEO-Team akzeptiert, aber organisch verarbeitet haben sie ihn ehrlich gesagt noch nicht ganz.
„Ich habe auf jeden Fall einige positive Eindrücke von der OMR 2026 mitgenommen. Der Tom-Brady-Talk war beispielsweise sehr interessant und inspirierend, vor allem was das Thema Leadership angeht. Da waren viele gute Gedankenanstöße dabei, auch wenn es natürlich nicht direkt um Online-Marketing ging.
Einer der wenigen Talks mit wirklich praktischem Marketing-Mehrwert war für mich der GEO-Talk von Radyant. Da waren wirklich konkrete Tipps mit direkt umsetzbarem Mehrwert dabei.
Sehr interessant fand ich auch das Interview mit Wladimir Klitschko. Das hatte zwar auch nichts mit Marketing zu tun, war aber trotzdem sehr aufschlussreich. Ich war positiv überrascht, dass die Bühne auch für politische Themen genutzt wurde.
Ein absolutes Highlight war für mich das Interview mit Felix Lobrecht und Tommi Schmitt von Gemischtes Hack. Die beiden haben das Ganze sehr humorvoll gestaltet und auch ein paar Einblicke hinter die Kulissen ihres Podcasts gegeben. Die Aftershow-Party mit SSIO war natürlich stark.
Gleichzeitig gab es aus meiner Sicht aber auch viele Talks, die ziemlich wenig Mehrwert hatten. Gerade einige Formate mit Influencern wirkten auf mich eher sinnlos. Man hatte oft das Gefühl, dass die Themen zwar groß angekündigt werden, am Ende aber nicht wirklich viel Substanz dabei herumkommt.
25 Minuten Interviewzeit sind für viele Themen zudem auch einfach zu kurz. Gerade bei den sehr interessanten Talks hätte man dem Ganzen gerne etwas mehr Zeit geben können. Dazu waren für mich die Interviewer nicht so gut, was sich unter anderem bei den Gesprächen mit Heidi Klum und Tom Brady zeigte.
Insgesamt war die OMR für mich teilweise schon etwas mehr Schein als Sein. Es gab starke Momente, gute Unterhaltung und einzelne fachlich relevante Talks. Für ein Online-Marketing-Event hatten mir zu viele Programmpunkte jedoch zu wenig mit Online-Marketing zu tun.”
Raphael Boller: Gute Gespräche und viel AI-Hype
Raphael ist Senior SEA Manager bei uns und sorgt mit viel Ruhe, Struktur und guter Arbeit dafür, dass aus Performance-Zielen echte Ergebnisse werden. Auf der OMR 2026 war er nicht nur fachlich stark unterwegs, sondern auch in den Gesprächen am Stand ziemlich erfolgreich – was uns ehrlicherweise nicht überrascht hat.
„Ich war die meiste Zeit am Stand und in Gesprächen. Deshalb ist mein Gesamteindruck zu allem, was abseits davon passiert ist, eher ein Bauchgefühl. Aber dieses Bauchgefühl war schon ziemlich klar: Die OMR ist eine sehr große Veranstaltung und ein guter Hotspot, um bekannte Gesichter zu treffen, sich auszutauschen und ein Gefühl dafür zu bekommen, was die Marketingbranche gerade beschäftigt.
Die Auswahl an Masterclasses, Talks und Formaten ist grundsätzlich riesig. Da ist für fast jeden etwas dabei. Gleichzeitig muss man sich die wirklich hochwertigen Vorträge schon gezielt rauspicken. Nur weil ein Thema gut klingt, heißt das nicht automatisch, dass man daraus auch fachlich viel mitnimmt.
Für mich war die OMR besonders spannend, weil man sehr gut sieht, wo Unternehmen gerade stehen und wo sie Bedarf haben. Am Stand hatten wir viele interessante Gespräche mit ganz unterschiedlichen Firmen – teilweise auch mit Unternehmen in sehr frühen Phasen. Gerade diese Gespräche waren wertvoll, weil man ziemlich direkt merkt: Welche Fragen kommen immer wieder? Wo gibt es Unsicherheit? Und welche Themen sind wirklich im Markt angekommen?
AI war natürlich überall präsent. Gefühlt spricht gerade jeder darüber. Aber genau da wird es interessant: Die entscheidende Frage ist nicht nur, welche Tools es gibt, sondern was diese Tools wirklich können und wo sie Unternehmen konkret weiterbringen. Zwischen Hype und echtem Nutzen liegt oft noch ein ziemlich großer Unterschied.
Mein Fazit wäre deshalb: Die OMR eignet sich gut, um ein Gefühl für die Stimmung in der Marketingbubble zu bekommen. Man sieht, welche Themen gerade nach vorne kommen, welche Fragen Unternehmen stellen und wo sich in Zukunft Bedarf entwickeln könnte. Der größte Mehrwert entsteht aber nicht automatisch durch das Programm, sondern durch die Gespräche, die man daraus macht.“
Johannes Becht: Zwischen Gaumenbruch und echtem Mehrwert
Johannes arbeitet bei uns im Marketing und Content-Bereich und beschäftigt sich viel mit SEO, GEO, AI Visibility und der Frage, wie Inhalte heute gefunden, verstanden und empfohlen werden. Auf der OMR 2026 war er irgendwo zwischen Stand, Masterclasses, viel zu vollen Gängen und Essensständen unterwegs – letzteres leider mit etwas zu viel Einsatz.

„Mein persönliches OMR-Fazit ist ein bisschen zweigeteilt. Einerseits war das Event beeindruckend, laut, voll, teuer und stellenweise wirklich anstrengend. Andererseits war es für uns als WEVENTURE Performance ziemlich wertvoll – vor allem, weil am Stand echte Gespräche entstanden sind.
Besonders spannend war für mich, dass Besucher:innen zu uns kamen, weil WEVENTURE bei ihrer Vorbereitung mit KI-Systemen empfohlen wurde. Das ist schon ein ziemlich greifbarer Beweis dafür, dass AI Visibility nicht nur ein theoretisches SEO- oder GEO-Thema ist, sondern reale Kontakte auslösen kann.
Inhaltlich fand ich die OMR gemischt. Einige Masterclasses waren interessant, andere fühlten sich ehrlich gesagt eher wie Sales-Shows an. “Sieh her, so baust du dir ein ganzes System an Agenten mit wenigen Klicks, aber hey – erstmal zahlst du hunderte an Euros jeden Monat.”
Das ist nicht komplett überraschend, weil viele Anbieter natürlich Leads generieren wollen. Aber wenn eine Session nach strategischem Mehrwert klingt und dann doch vor allem auf das eigene Tool hinausläuft, bleibt schon ein kleiner Beigeschmack.
Ein Talk, der mir aber wirklich etwas gebracht hat, war die Session von Planeco Building und Radyant. Da ging es sehr konkret darum, wie Content nicht nur Traffic, sondern organische Leads erzeugen kann. Hängen geblieben sind bei mir vor allem drei Hebel: Experten-Interviews, Programmatic Content und Conversion Assets. Also nicht einfach mehr Inhalte produzieren, sondern wirklich gute Inhalte bauen, die Expertise zeigen, systematisch Suchintentionen abdecken und am Ende auch wirklich in Anfragen übersetzen.
Abseits der Inhalte war die OMR für mich auch ein guter Reality Check. Viele Themen, die wir selbst schon testen oder bei Kund:innen diskutieren, waren dort plötzlich überall sichtbar. Manchmal war das nicht komplett neu, aber trotzdem wertvoll, weil es bestätigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.
Was ich beim nächsten Mal anders machen würde? Weniger versuchen, alles mitzunehmen. Mehr vorher auswählen. Mehr Gespräche planen. Und definitiv besser aufpassen, was ich an Essenständen bestelle (beziehungsweise was am Ende auf meiner Rechnung landet).“
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Unser Fazit: Lohnt sich die OMR wirklich?
Die OMR lohnt sich – aber nicht für alle und nicht automatisch. Wer ein ruhiges Fachkonferenz-Format mit tiefen Workshops, klarer Struktur und maximaler Effizienz erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht sein. Dafür ist das Festival zu groß, zu laut, zu voll und an vielen Stellen zu stark auf Entertainment, Markeninszenierung und Networking ausgelegt.
Für uns als WEVENTURE Performance hat sich die OMR trotzdem gelohnt. Nicht, weil jeder Talk überzeugt hat oder jede Masterclass fachlich stark war. Sondern weil aus Gesprächen konkrete Kontakte, aus Kontakten echte nächste Schritte und aus Sichtbarkeit vor Ort wie auch in KI-Systemen relevante Geschäftschancen entstanden sind.
Unsere wichtigste Erkenntnis ist deshalb ziemlich einfach: Die OMR beginnt nicht erst am Eingang der Messehallen. Sie beginnt in der Vorbereitung, in Content, LinkedIn, Landingpages, Terminplanung und klarer Positionierung. Und sie endet auch nicht nach zwei Tagen Hamburg, sondern in der Nachbereitung: Follow-ups, Audits, Potenzialanalysen, Gespräche, Angebote und konkrete Entscheidungen.
Die Kritik bleibt trotzdem berechtigt. Die OMR ist teuer, teilweise überfüllt, fachlich nicht immer tief und in manchen Formaten näher an Sales Pitch als an Weiterbildung. Gleichzeitig ist sie ein starkes Branchenbarometer. Man sieht, welche Themen Unternehmen beschäftigen, welche Buzzwords gerade dominieren, welche Tools überall auftauchen und wo zwischen Hype und echtem Nutzen noch Lücken liegen.
FAQ: Häufige Fragen zur OMR, unseren Erfahrungen und unserer Kritik
Lohnt sich die OMR wirklich?
Ja, die OMR kann sich lohnen – aber nur mit klarer Erwartungshaltung. Wer Kontakte knüpfen, Partner oder Agenturen kennenlernen, Markttrends beobachten oder konkrete Business-Chancen entwickeln möchte, kann viel mitnehmen. Wer dagegen vor allem tiefe Weiterbildung in ruhiger Konferenzatmosphäre erwartet, sollte realistisch bleiben: Die OMR ist eher Festival, Messe, Networking-Event und Konferenz in einem.
Für wen lohnt sich die OMR besonders?
Die OMR lohnt sich besonders für Unternehmen, Marketing-Teams, Agenturen, Tool-Anbieter, Gründer:innen und Entscheider:innen, die mit klaren Fragen nach Hamburg kommen. Besonders wertvoll wird das Event, wenn man vorab Termine plant, relevante Sessions auswählt, Kontakte vorbereitet und nach der Messe Zeit für Follow-ups, Audits oder Potenzialanalysen einplant.
Für wen lohnt sich die OMR eher nicht?
Eher weniger lohnt sich die OMR für Menschen, die ohne Ziel kommen, spontane Fachvertiefung erwarten oder den Aufwand rein privat tragen müssen. Ticket, Hotel, Anreise, Verpflegung und Zeit summieren sich schnell. Wer daraus keinen konkreten Nutzen ziehen möchte oder kann, erlebt zwar ein großes Event, aber nicht zwingend einen guten Return.
Was sind die größten Kritikpunkte an der OMR?
Die häufigsten Kritikpunkte sind volle Hallen, hohe Lautstärke, starke Reizüberflutung, hohe Kosten, schwankende fachliche Tiefe und Masterclasses, die teilweise eher wie Produktdemos wirken. Dazu kommt: Viele Talks sind mit 20 bis 25 Minuten zu kurz, um komplexe Themen wirklich tief zu behandeln.
Ist die OMR eher Fachkonferenz oder Festival?
Die OMR ist beides, aber stärker Festival als klassische Fachkonferenz. Es gibt Fachinhalte, Masterclasses und spannende Talks, aber auch viel Entertainment, große Markeninszenierungen, Prominente, Side Events und Networking. Genau das macht den Reiz aus, führt aber eben auch dazu führen, dass fachliche Tiefe nicht überall im Mittelpunkt steht.
Wie gut sind die Masterclasses auf der OMR?
Unsere Erfahrung war gemischt. Einige Masterclasses hatten echten Mehrwert. Andere wirkten eher wie Sales-Pitches. Deshalb lohnt es sich, Sessions vorher genau zu prüfen – auch wenn selbst gute Planung keine Garantie ist.
Was kostet die OMR insgesamt?
Neben dem Ticket (599 Euro in 2026, 649 Euro in 2027) kommen schnell weitere Kosten dazu: Hotel, Anreise, Verpflegung, Nahverkehr, Arbeitszeit, Vorbereitung und Nachbereitung. Für Besucher:innen können daraus schnell über 1.000 Euro Gesamtkosten entstehen. Für Aussteller kommen zusätzlich Messe- und Standkosten hinzu.
Lohnt sich ein Stand auf der OMR?
Ein Stand kann sich lohnen, wenn er nicht isoliert gedacht wird. Entscheidend sind Vorbereitung, Positionierung, ein klarer Gesprächsanlass, gutes Follow-up und genug Zeit nach der Messe. Für große Marken kann Präsenz allein schon ein Ziel sein. Für kleinere Unternehmen, Startups, Agenturen oder Young-Innovators-Aussteller muss aus Sichtbarkeit aber möglichst schnell ein Gespräch, Lead oder konkreter nächster Schritt entstehen.
Was war unser größtes Learning als WEVENTURE Performance?
Unser größtes Learning war, dass Event-Erfolg heute nicht nur vor Ort entsteht. Unsere Vorbereitung über Content, LinkedIn, den OMR Performance Quick Check, Landingpage, Calendly und Sichtbarkeit in KI-Systemen hat vor der Messe bereits Gesprächsanlässe geschaffen.
Welche Rolle spielte KI auf der OMR?
KI war der dominierende Thema der OMR. Überall ging es um AI Search, KI-Agenten, Automatisierung, Datenqualität und neue Tools. Gleichzeitig wurde deutlich: Viele Unternehmen brauchen weniger Hype und mehr Orientierung. Gute KI-Ergebnisse entstehen nicht durch Buzzwords, sondern durch saubere Daten, klare Prozesse, gute Inhalte und belastbare Use Cases.
Was ändert sich bei der OMR 2027?
Für 2027 ist angekündigt, dass die OMR erstmals drei Tage dauern soll. Der zusätzliche Tag soll stärker auf Weiterbildung, Masterclasses und Side Events ausgerichtet sein. Das kann sinnvoll sein, wenn dadurch mehr fachliche Tiefe entsteht. Entscheidend wird aber sein, ob die Qualität der Inhalte wirklich steigt – oder ob sich Show, Sales-Pitches und Reizüberflutung nur auf mehr Tage verteilen.
Wie bereitet man sich am besten auf die OMR vor?
Am besten definiert man vorab klare Ziele: Welche Personen, Unternehmen oder Anbieter möchte man treffen? Welche Sessions sind wirklich relevant? Welche Themen will man prüfen? Für Aussteller sind zusätzlich Landingpages, Terminbuchungen, Case Studies, klare Standbotschaften und ein Follow-up-Plan wichtig. Nach der Messe sollte bewusst Zeit für Nachbereitung, Audits, Potenzialanalysen und konkrete Gespräche eingeplant werden.