Meta verändert gerade grundlegend, wie Werbung auf Facebook und Instagram ausgespielt wird. Um es vereinfacht auszudrücken: Die Plattform will künftig lieber selbst entscheiden, welche Anzeige zu welcher Person passt. Der Algorithmus soll Anzeigen dabei schneller und präziser aus einer riesigen Menge möglicher Creatives auswählen. Mit dem Andromeda-Update hat Meta das System im Hintergrund dafür überarbeitet.
Advantage+ ist das sichtbare Werbe-Produkt dazu: Es automatisiert viele Dinge, die früher manuell eingestellt wurden, zum Beispiel Zielgruppen, Platzierungen oder Budgets. Das Ergebnis: 6 % verbesserter Retrieval-Recall und in ausgewählten Segmenten eine 8 % höhere Ad Quality (das zumindest sagt Meta).
Was heisst das konkret? Früher haben SMA-Expert:innen wie wir oft versucht, Erfolg über viele Einstellungen im Werbeanzeigenmanager zu steuern. Heute kommt es viel stärker darauf an, der KI gute „Bausteine“ zu geben: starke Creatives, klare Botschaften und saubere Daten. Anders gesagt: Nicht mehr das viele Herumklicken macht den Unterschied, sondern ob Meta schnell versteht, für wen deine Anzeige relevant ist.
In diesem Artikel
Ist dein Meta-Setup schon bereit für Andromeda und Advantage+?
Viele Unternehmen arbeiten noch mit Strukturen, die eher bremsen als helfen. Wer jetzt umdenkt, investiert nicht nur in bessere Performance, sondern in die Zukunft seines Paid-Social-Setups.
Was ist das Andromeda-Update?
Andromeda ist kein neues Anzeigenformat, kein neuer Kampagnentyp und auch nichts, was du im Werbeanzeigenmanager plötzlich irgendwo anklicken kannst. Es ist das System im Hintergrund, das Meta dabei hilft, aus einer riesigen Menge möglicher Anzeigen schneller die auszuwählen, die zu einer bestimmten Person am besten passen könnten. Die KI erkennt Muster in den ersten Millisekunden der Nutzerinteraktion, die ein Mensch niemals im Werbeanzeigenmanager sehen würde.
Genau das ist der eigentliche Punkt hinter dem Update. Meta hat seine Ads-Ausspielung so umgebaut, dass das System mehr Anzeigenoptionen verarbeiten und dabei trotzdem in sehr kurzer Zeit eine Auswahl treffen kann. Laut Meta hat Andromeda die Wiederfindung passender Anzeigen im Retrieval-Schritt um 6 % verbessert und in ausgewählten Segmenten zu 8 % höherer Ad Quality geführt.
Für Werbetreibende ist das relevant, weil sich dadurch auch der praktische Schwerpunkt in Meta Ads verschiebt. Wenn das System im Hintergrund die Auswahl immer stärker übernimmt, werden ansprechende Creatives, klare Botschaften und präzise Daten noch wichtiger. Denn der Algorithmus braucht Material, mit dem er arbeiten kann. Genau deshalb reden heute so viele über Creatives, Hooks, Angles und Content-Qualität, und eher weniger über z.B. Targeting.
Für Werbetreibende ist das gleichzeitig bequem und unbequem. Bequem, weil die Plattform mehr Arbeit abnimmt. Unbequem, weil man sich nicht mehr so leicht einreden kann, dass ein paar clevere Klicks im Ads Manager schon reichen. Es gibt weniger Stellschrauben, die man dauerhaft manuell optimieren muss. Wer also gute Ergebnisse mit Facebook Ads und Instagram Ads erzielen will, sollte verstehen, wie die neue Logik funktioniert und seine Kampagnen entsprechend aufbauen.
Meta Ads verändern sich gerade schneller, als viele Accounts mithalten
Wer jetzt nicht sauber aufstellt, verliert mittelfristig Effizienz, Lernphase und Skalierungspotenzial. Lass uns gemeinsam prüfen, wie fit deine Kampagnen für Advantage+ und die neue Meta-Logik wirklich sind.
Was ist Meta Advantage+ und wie hängt es mit Andromeda zusammen?
Wenn Andromeda das System im Hintergrund ist, dann ist Advantage+ das, was SMAler am Ende zu Gesicht bekommen. Meta bündelt darunter verschiedene Funktionen und Kampagnentypen, bei denen viele klassische Einstellungen automatisiert werden.
Dazu gehören zum Beispiel Zielgruppen, Platzierungen, Gebote oder Budgetverteilung.
Hier hängt Advantage+ direkt mit Andromeda zusammen. Denn diese Automatisierung funktioniert nur dann wirklich gut, wenn Meta im Hintergrund schnell und präzise entscheiden kann, welche Anzeige für welche Person am besten passt. Andromeda liefert dafür die technologische Basis.
Bevor sich hier die ersten Meta-Expert:innen anfangen zu freuen: Das heisst natürlich nicht, dass Meta Ads plötzlich von ganz allein erfolgreich laufen. Der Fokus verschiebt sich lediglich. Statt immer neue Zielgruppen-Splits, Placement-Tests oder Gebotsanpassungen zu bauen, kommt es stärker darauf an, welche Creatives, Botschaften und Signale man in das System gibt.
Wer Meta Ads noch wie 2023 steuert, verschenkt heute Potenzial
Automatisierung wird stärker, Creatives entscheidender und saubere Daten wichtiger denn je. Wir helfen dir dabei, dein Setup strategisch auf die neue Realität auszurichten.
Andromeda und Advantage+: Die grössten Veränderungen
Andromeda und Advantage+ verändern die Art und Weise, wie Kampagnen auf Facebook und Instagram aufgebaut und gesteuert werden. Drei Entwicklungen stechen dabei besonders heraus:
1. Broad Targeting wird immer wichtiger
Früher wurde in Meta Ads oft sehr fein eingestellt, wer eine Anzeige sehen soll: Interessen, Lookalikes, enge Zielgruppensegmente, Ausschlüsse, Kombinationen. Heute geht der Trend klar in eine andere Richtung. Meta will selbst herausfinden, welche Menschen wahrscheinlich reagieren.
Das heisst konkret:
- Zielgruppen werden breiter angelegt
- manuelle Interessen-Logiken verlieren an Bedeutung
- die Plattform übernimmt mehr von der Auswahl
- Creatives und Signale gewinnen dadurch an Gewicht
Die Frage, die sich Werbetreibende stellen müssen, lautet fortan also: Ist meine Anzeige stark genug, um von Meta richtig eingeordnet zu werden?
2. Weniger Kampagnen-Chaos, mehr Konsolidierung
Ein weiterer Shift: Früher wurden Kampagnen oft stark aufgeteilt. Heute wird alles in einen Topf geworfen („The Big Pile“), und Meta erledigt den Rest.
Warum das wichtig ist:
- grössere Kampagnen lernen schneller
- Budgets werden effizienter verteilt
- Gewinner-Anzeigen setzen sich schneller durch
- die KI hat mehr Spielraum, Muster zu erkennen
3. Creatives sind heute der eigentliche Hebel
Das ist wahrscheinlich die wichtigste Veränderung überhaupt. Wenn Meta immer stärker selbst entscheidet, wem welche Ad gezeigt wird, dann wird das Creative zum zentralen Signal. Bild, Video, Hook, Text, Perspektive, etc.: All das hilft der Plattform dabei, die richtige Anzeige der richtigen Person zuzuordnen.
Deshalb sehen wir aktuell vor allem diese Entwicklung:
- mehr Bedarf an verschiedenen Creative-Angles
- schnellere Identifikation von Gewinner-Ads
- schwache Anzeigen bekommen oft sehr früh kaum noch Reichweite
- starke Creatives werden überproportional skaliert
Was wir in der Praxis zu Andromeda und Advantage+ beobachten
Die offiziellen Aussagen von Meta sind das eine. Spannender ist am Ende aber die Frage, wie sich das Ganze im Alltag wirklich anfühlt. Und da sehen wir in den Accounts von unseren Kund:innen ziemlich klar: Meta Ads auf Facebook und Instagram laufen heute anders als noch vor ein, zwei Jahren.
Was dabei auffällt:
- Kampagnen laufen oft stabiler. Gerade in Advantage+-Setups wirken viele Kampagnen weniger sprunghaft als früher, solange die Basis stimmt.
- Gute Ads setzen sich schneller durch. Es dauert oft nicht lange, bis sich klare Gewinner herausbilden.
- Budget wird deutlich konsequenter verteilt. Wenn eine Anzeige früh gute Signale sendet, bekommt sie oft sehr schnell mehr Reichweite und wesentlich mehr Budget.
- Schwache Creatives verlieren schneller an Relevanz. Ads, die nicht zünden, werden oft ziemlich früh abgesägt.
Was bedeutet das konkret in unserem Kampagnenalltag? Früher konnte man oft noch relativ viel über Struktur kompensieren: mehr Zielgruppensplits, mehr manuelle Tests (z.B. A/B-Tests), mehr Feintuning im Ads Manager.
Heute funktioniert das nicht mehr so gut. Der grössere Unterschied entsteht oft früher, nämlich bei den Inhalten, den Botschaften und den Creatives. Ein starkes Creative sieht heute nicht nur hübsch aus, sondern ist gleichzeitig ein Performance-Signal.
In der Praxis bedeutet das auch: Hooks, Angles, Perspektiven und Formate spielen eine noch grössere Rolle als früher. Wer nur eine gute Grundidee hat und daraus drei fast identische Varianten baut, gibt der KI oft zu wenig, um wirklich stark zu lernen. Wer dagegen mehrere klare Creative-Richtungen testet, sieht deutlich häufiger, dass sich einzelne Anzeigen sehr schnell als Gewinner herauskristallisieren.
Und ja, das verändert auch unseren Job. Unsere Aufgabe ist heute seltener, möglichst viele kleine Stellschrauben im Werbeanzeigenmanager zu drehen. Viel wichtiger ist es, Kampagnen so vorzubereiten, dass Meta überhaupt gut arbeiten kann.
How-To Meta Ads: Was Unternehmen jetzt konkret anders machen sollten
Meta übernimmt mehr Entscheidungen selbst. Für Unternehmen heisst das nicht, dass Kampagnen plötzlich von allein erfolgreich laufen und kein Marketing-Team mehr vonnöten ist. Es heisst nur, dass sich die Hebel verschieben. Wer mit Facebook Ads und Instagram Ads gute Ergebnisse erzielen will, sollte heute an anderen Stellen besonders sauber arbeiten.
1. Creatives viel strategischer denken
Wenn Meta immer stärker selbst entscheidet, wem welche Anzeige gezeigt wird, dann wird das Creative zum wichtigsten Input. Bild, Video, Hook, Angle, Einstieg, Nutzenversprechen — genau daraus zieht die KI ihre Signale. Deshalb reicht es oft nicht mehr, eine gute Grundidee zu haben und daraus drei fast identische Varianten zu bauen. Wirklich hilfreich wird es für das System erst dann, wenn unterschiedliche Richtungen getestet werden.
Konkret kann das zum Beispiel so aussehen:
- unterschiedliche Hooks, also einmal problemorientiert, einmal lösungsorientiert und einmal mit einer klaren Beobachtung oder provokanten Frage
- unterschiedliche Angles, etwa Zeitersparnis, bessere Leadqualität, weniger Streuverlust oder bessere Planbarkeit
- unterschiedliche Perspektiven, also aus Unternehmenssicht, aus Sicht der Zielgruppe oder aus Sicht einer Expertin
- unterschiedliche Formate, zum Beispiel statisches Visual, UGC-nahes Video, Talking Head oder Carousel
- unterschiedliche Tonalitäten, also mal direkter, mal fachlicher, mal lockerer
2. Kampagnen nicht unnötig zerlegen
Viele Accounts sind historisch gewachsen und entsprechend chaotisch: zu viele Kampagnen, zu viele Anzeigengruppen, zu viele Mini-Tests. Das macht das Lernen für das System nicht gerade leichter. Kampagnenkonsolidierung ist das Stichwort.
Heute funktioniert oft besser:
- breitere Setups
- weniger Fragmentierung
- mehr Budget pro Kampagne
- mehr Raum für Meta, Muster schneller zu erkennen
Das bedeutet nicht, dass Struktur egal ist. Sie sollte nur nicht künstlich kompliziert sein. Wenn alles in immer kleinere Töpfe aufgeteilt wird, fehlt der KI oft genau das Volumen, das sie braucht, um klare Gewinner zu erkennen und sauber zu skalieren.
3. Daten und Tracking sauber halten
KI kann viel. Sie braucht aber trotzdem gute Signale. Wenn Events falsch laufen, Conversions unklar sind oder wichtige Daten fehlen, arbeitet auch ein sehr schlauer Algorithmus mit einer ziemlich wackligen Grundlage.
Wichtig sind vor allem:
- korrekt eingerichteter Meta Pixel
- saubere Event-Struktur
- möglichst gute Datenqualität
- idealerweise serverseitige Ergänzungen wie die Conversions API, wenn sinnvoll
4. Gewinner schneller erkennen und ausbauen
In vielen Setups zeigt sich heute relativ schnell, welche Anzeigen funktionieren und welche nicht. Gute Ads bekommen oft früh mehr Reichweite, schwächere fallen schneller zurück. Genau darauf sollte man sich einstellen.
Das bedeutet:
- klare Winner identifizieren
- erfolgreiche Creatives weiterentwickeln
- nicht zu lange an schwachen Ads festhalten
5. Sich nicht nur auf die Plattform verlassen
Ja, Meta AI wird besser. Ja, Advantage+ nimmt viel operative Arbeit ab. Trotzdem ersetzt Automatisierung keine Strategie. Gute Kampagnen brauchen weiterhin starke Angebote, überzeugende Creatives, klare Hypothesen und ein sinnvolles Testing-Setup.
Deshalb kann es sehr sinnvoll sein, sich Unterstützung von Leuten zu holen, die Facebook- und Instagram-Ads nicht nur bedienen, sondern die aktuelle Meta-Logik wirklich verstehen. Gerne unterstützen wir dich bei WEVENTURE Performance, von Creative Strategy über Kampagnen-Setups bis hin zu Testing, Optimierung und sauberer Performance-Einordnung. Nicht mit Magie, leider, aber mit ziemlich viel Erfahrung.
Die Zukunft von Social Ads läuft längst — die Frage ist nur, ob dein Account mitläuft
Meta belohnt heute andere Setups, andere Signale und andere Creative-Strategien als noch vor kurzer Zeit. Jetzt ist der richtige Moment, dein Kampagnensystem zukunftsfähig aufzustellen.
Fazit: Andromeda und Advantage+ verändern Meta Ads grundlegend
Weniger manuelle Steuerung, mehr Automatisierung, mehr KI im Hintergrund: Mit Andromeda und Advantage+ zeigt Meta ziemlich deutlich, wohin die Reise geht. Für SMA-Manager:innen auf Facebook und Instagram bedeutet das vor allem, dass sich der Fokus verschiebt. Nicht mehr jede einzelne Einstellung im Werbeanzeigenmanager hat das grösste Gewicht, sondern die Qualität dessen, was in das System hineingegeben wird.
FAQ zu Andromeda, Meta Advantage+ und KI in Meta Ads
Was ist das Andromeda-Update bei Meta?
Das Andromeda-Update ist ein technisches System im Hintergrund von Meta Ads. Es soll dabei helfen, auf Facebook und Instagram schneller die Anzeigen auszuwählen, die für eine Person am relevantesten sind. Für Werbetreibende ist es vor allem deshalb wichtig, weil Meta dadurch mehr Entscheidungen selbst trifft.
Was ist Meta Advantage+?
Meta Advantage+ ist eine KI-gestützte Lösung für Facebook Ads und Instagram Ads, die viele Einstellungen automatisiert. Dazu gehören unter anderem Zielgruppen, Platzierungen, Gebote und teilweise auch die Verteilung von Budgets. Ziel ist es, Kampagnen effizienter auszuspielen und bessere Ergebnisse zu erzielen.
Was ist der Unterschied zwischen Andromeda und Advantage+?
Andromeda ist die technische Grundlage im Hintergrund, Advantage+ das sichtbare Produkt für Werbetreibende. Vereinfacht gesagt: Andromeda ist das System, das Meta schlauer machen soll, und Advantage+ ist die Kampagnenlogik, mit der diese Intelligenz in der Praxis genutzt wird.
Wie verändert KI Facebook Ads und Instagram Ads?
KI übernimmt in Meta Ads immer mehr Aufgaben, die früher manuell gesteuert wurden. Dazu zählen zum Beispiel die Auswahl passender Zielgruppen, die Verteilung des Budgets oder die Entscheidung, welche Anzeige welcher Person gezeigt wird. Dadurch werden Creatives, Datenqualität und klare Botschaften wichtiger als reines Herumklicken im Werbeanzeigenmanager.
Sind Facebook Ads ohne detailliertes Targeting heute wirklich sinnvoll?
In vielen Fällen ja. Meta setzt immer stärker auf Broad Targeting und nutzt eigene Signale, Muster und Wahrscheinlichkeiten, um passende Personen zu finden. Das bedeutet nicht, dass Zielgruppen komplett egal sind, aber sie sind oft nicht mehr der wichtigste Erfolgsfaktor.
Welche Rolle spielen Creatives in Meta Ads heute?
Creatives spielen eine grössere Rolle denn je. Bilder, Videos, Hooks, Angles und Formate liefern der KI wichtige Signale, um Anzeigen richtig einzuordnen und passend auszuspielen. Deshalb reicht es oft nicht mehr, nur kleine Varianten einer Idee zu testen — gefragt sind echte Creative-Unterschiede.
Lohnt sich Meta Advantage+ für Unternehmen?
Für viele Unternehmen ja, vor allem wenn sie Leads, Verkäufe oder andere Conversions über Facebook und Instagram generieren möchten. Advantage+ kann die Kampagnensteuerung vereinfachen und Meta mehr Raum geben, gute Ergebnisse zu erzielen. Gleichzeitig braucht es weiterhin eine saubere Strategie, gutes Tracking und starke Creatives.
Braucht man trotz KI noch eine Agentur für Meta Ads?
Ja, denn gute Ergebnisse entstehen nicht allein durch Automatisierung. Auch mit Advantage+ braucht es klare Botschaften, gute Anzeigenkonzepte, Testing, saubere Daten und eine sinnvolle Einordnung der Ergebnisse. Genau darin liegt heute oft der eigentliche Unterschied zwischen durchschnittlicher und wirklich starker Performance.