STAYERY

Sichtbarkeit trifft Barrierefreiheit: Ein 360°-Audit der digitalen Guest Journey

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technische Indexierungs-Hürden aufgezeigt

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zentrale Accessibility-Probleme aufgedeckt
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fehlende Alt-Texte identifiziert
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Über STAYERY

STAYERY ist einer der dynamischsten Anbieter im schnell wachsenden Markt der Serviced Apartments in Deutschland. Das Konzept schliesst die Lücke zwischen klassischem Hotel und Wohnen auf Zeit: Gäste erhalten den Komfort einer voll ausgestatteten Wohnung (inklusive Kitchenette) kombiniert mit den Annehmlichkeiten eines Hotels (Reinigung, Service).

Mit Standorten in Metropolen wie Berlin, Frankfurt, Köln sowie B-Städten wie Bielefeld und Wolfsburg richtet sich die Marke primär an Young Professionals, Digitale Nomaden und Millennials. Ob für wenige Tage oder mehrere Monate, STAYERY bietet mehr als nur ein Bett: Co-Working-Spaces und Community-Areas machen die Häuser zu einem lebendigen Teil der Nachbarschaft.

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Schritt 1

Die Herausforderung

Unser Projekt begann im März 2025. STAYERY befand sich zu diesem Zeitpunkt in einer starken Expansionsphase. Da das Konzept auf einer vollständig kontaktlosen, digitalen Guest Journey basiert – von der Buchung bis zum Check-in –, ist die Website weit mehr als nur eine Visitenkarte: Sie ist das Herzstück des operativen Geschäfts. Um die ambitionierten Wachstumsziele (Expansion in weitere A-Städte und europäisches Ausland) zu fördern, musste die digitale Infrastruktur proaktiv auf den Prüfstand gestellt werden.

Stärkung des Direktvertriebs

Das primäre Marketingziel war die Erhöhung der direkten Buchungen (Direct Bookings) über die eigene Website, um die Abhängigkeit von provisionspflichtigen Buchungsplattformen (z.B. Booking.com) zu reduzieren. Dies erfordert eine maximale Sichtbarkeit in der organischen Suche.

Vorbereitung auf Barrierefreiheit

Da STAYERY keine physische Rezeption im klassischen Sinne betreibt, bedeutet eine Barriere auf der Website einen direkten Ausschluss von potenziellen Gästen. Im Hinblick auf die kommende Barrierefreiheitspflicht sollte sichergestellt werden, dass der digitale Zugang für alle Menschen rechtssicher und inklusiv gewährleistet ist.

Diskrepanz zwischen Suchverhalten und Markenpositionierung

Es gab Indizien, dass potenzielle Gäste das Konzept „Serviced Apartment“ noch nicht vollständig verstanden oder primär nach Hotels suchten. Die Herausforderung bestand darin, die Lücke zwischen dem Suchvolumen generischer Hotel-Begriffe und dem spezifischen Longstay-Angebot von STAYERY zu schliessen (Intentions-Match).

Validierung nach Domain-Umzug

Nach der Migration von .de auf .com herrschte Unklarheit über den technischen Gesundheitszustand der Seite. Es fehlte eine externe, fachliche Validierung, ob technische Altlasten (wie Redirect-Ketten oder Indexierungsprobleme) das Ranking-Potenzial unbemerkt ausbremsen.

KI-Sichtbarkeit

Der Wandel von der klassischen Ergebnisliste hin zu direkten KI-Antworten (durch ChatGPT, Perplexity oder Google AI Mode) verändert das Suchverhalten radikal. Es bestand das strategische Risiko, dass STAYERY in diesen generierten Antworten nicht als Entität oder Empfehlung auftaucht, da die Website-Struktur und die semantischen Daten noch nicht ausreichend für Large Language Models (LLMs) lesbar oder inhaltlich optimiert waren

Schritt 2

Unsere Massnahmen

Um eine solide Datenbasis für die strategische Weiterentwicklung zu schaffen, führten wir im Zeitraum von März bis Mai 2025 eine umfassende Analyse der digitalen Assets von STAYERY durch. Unser Ansatz war dabei zweigeteilt: Wir prüften die technische Exzellenz und Inklusivität der bestehenden Plattform und identifizierten gleichzeitig neue organische Wachstumspfade durch eine Intentionsanalyse.

Accessibility Audit (Barrierefreiheit)

Da die Website als „digitale Rezeption“ fungiert, war das Ziel, die Konformität mit den WCAG 2.1 Richtlinien zu validieren. Wir nutzten eine Kombination aus automatisierten Tests (z.B. Lighthouse) und manuellen Prüfungen, um die User Experience für Menschen mit Einschränkungen zu simulieren.

  • Media-Audit: Überprüfung aller Bild-Assets und grafischen Elemente auf das Vorhandensein von Alt-Texten.
  • Tastatur-Bedienbarkeit: Wir simulierten die Navigation ohne Maus (Tab-Navigation). Dabei prüften wir spezifisch, ob der Tastatur-Fokus stets sichtbar bleibt und ob interaktive Elemente wie die Datumsauswahl oder der „Jetzt buchen“-Button per Tastatur ansteuerbar sind. Besonderer Fokus lag hierbei auf dem kritischen Buchungs-Funnel.
  • Kontraste: Mittels Kontrastanalysen (z.B. Colour Contrast Analyser) prüften wir das Verhältnis von Vorder- zu Hintergrundfarben auf Konformität (Ziel: 4,5:1 für Fliesstext). Wir identifizierten spezifische Design-Elemente sowie Buttons, deren Ratio für sehbehinderte Menschen unzureichend war. Ebenfalls wurde geprüft, ob Textgrössen und Abstände (Zeilenhöhe, Absatzabstand) skalierbar sind, ohne das Layout zu zerstören.
  • Screenreader-Optimierung: Analyse des HTML-Gerüsts auf korrekte Nutzung von ARIA-Labels und Rollen. Wir prüften, ob interaktive Elemente wie „Show More“-Buttons semantisch korrekt als <button> oder fälschlicherweise als <div> ausgezeichnet wurden. Dabei nutzten wir auch Assistenztechnologien wie VoiceOver (MacOS Screenreader). Zusätzlich kontrollierten wir die Überschriften-Hierarchie (H1-H6) auf logische Abfolgen und identifizierten Seiten mit multiplen oder fehlenden H1-Tags, die die Orientierung für Screenreader erschweren.
  • Formular-Validierung: Besonderer Fokus lag auf der „Booking Engine“. Wir untersuchten, ob Eingabefelder (z. B. Anreise/Abreise) über verknüpfte Labels verfügen, damit Screenreader den Zweck des Feldes vorlesen können. Zudem prüften wir, ob Nutzer ihre Eingaben vor dem Absenden nochmals überprüfen und korrigieren können (Fehlervermeidung).
  • Prüfung auf Pausierbarkeit: Wir analysierten bewegte Elemente wie Slider und Ticker. Hierbei war entscheidend, ob Nutzer:innen Animationen anhalten können.
  • Mehrsprachigkeit: Da STAYERY international agiert, prüften wir, ob Sprachwechsel korrekt ausgezeichnet sind (hreflang) und ob fremdsprachige Begriffe innerhalb deutscher Texte mit korrekten lang-Attributen versehen wurden, um eine falsche Aussprache durch Screenreader zu verhindern.

SEO-/GEO-Audit & Intentions-Analyse

Wir kombinierten einen technischen SEO-Health-Check mit einer modernen Intentionsanalyse (Keyword-Recherche), die auch das Suchverhalten in KI-basierten Systemen (GEO-Audit) berücksichtigt.

  • Indexierungs-Steuerung: Analyse der Crawling-Effizienz mittels Google Search Console und Crawling-Tools. Wir untersuchten detailliert den Umgang mit URL-Parametern, Trailing Slashes und Canonical-Tags, um Duplicate Content und Indexierungs-Bloat auszuschliessen.
  • Page Speed & Core Web Vitals: Performance-Messung der Ladezeiten (LCP, CLS) und Analyse der Asset-Grössen (Bilder, Skripte), insbesondere in der mobilen Ansicht.
  • Semantische Abgrenzung: Untersuchung der Suchintentionen hinter Begriffen wie „Hotel“, „Serviced Apartment“ und „Aparthotel“, um die Landingpages exakt auf das Vokabular der Zielgruppe auszurichten.
  • Cluster-Identifikation: Analyse von Long-Tail-Potenzialen und Fragen-Keywords („W-Fragen“).
  • Simulation von KI-Dialogen: Durchführung realer Testabfragen in KI-Systemen wie Perplexity.ai, ChatGPT und Bing Copilot, um zu prüfen, ob STAYERY als Entität erkannt und in der generierten Antwort als Empfehlung zitiert wird,.
  • Strukturierten Daten: Überprüfung des Quellcodes auf JSON-LD Markups (wie LodgingBusiness, FAQPage, LocalBusiness), die für KIs essentiell sind, um Fakten (Preise, Standorte, Bewertungen) fehlerfrei auslesen und in „Knowledge Graphs“ einspeisen zu können.
  • Q&A: Untersuchung der Content-Struktur auf Q&A-Formate (Frage-Antwort-Muster). Wir haben geprüft, ob Fragen in den ersten Sätzen präzise beantwortet werden („People Also Ask“-Strategie), um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, in Googles generierten KI-Antworten als Quelle genutzt zu werden.
  • Check der KI-Crawler-Steuerung (Robots.txt): Technische Prüfung der robots.txt-Datei, um sicherzustellen, dass relevante KI-Bots nicht versehentlich blockiert werden.
  • Validierung von Trust-Signalen für LLMs: Überprüfung der Website auf Elemente, die sowohl von Google als auch anderen KI-Suchsystemen als Indikator für E-E-A-T (Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness) gewertet werden. Dazu gehörte die Analyse von Autoren-Informationen, verifizierten Bewertungen, Zertifikaten und einer klaren „Über uns“-Struktur, da KIs bevorzugt Informationen von vertrauenswürdigen Quellen ausspielen.

Wir erschaffen digitale Marktführer

Schritt 3

WEVENTURE liefert Resultate

Unsere Audits lieferten STAYERY nicht nur eine Mängelliste, sondern einen umfangreichen Massnahmenkatalog mit Priorisierung für die technische und inhaltliche Neuausrichtung. Statt vager Vermutungen liegen nun harte Zahlen für das weitere Wachstum vor. (Stand: Juni 2025)

Technische Indexierungs-Hürden aufgezeigt

Unser SEO-Audit zeigte technische Probleme, die Google unnötig Budget kostet. Wir identifizierten exakt 191 interne Weiterleitungen (Redirects) und 9 Weiterleitungs-Ketten (Redirect-Chains) sowie 119 Duplicate-Content-Probleme (verursacht durch URL-Parameter und falsche Canonicals).

Kritische Accessibility-Probleme aufgedeckt

Unser Accessibility-Audit deckte 6 zentrale Problembereiche auf, darunter Tastaturnavigation („Jetzt buchen“-Button oder Datumsauswahl nicht bedienbar), Screenreader (z.B. Alt-Texte), Farbkontraste (teils zu gering), Formulare (keine ARIA-Labels), Animationen (keine Pausierungsmöglichkeit) und Code Semantik.

Umsatz-Cluster identifiziert

Wir lieferten Keyword-Sets für drei neue Bereiche mit hohem Transaktions-Potenzial: „Meetingräume“ (stark gesucht), „Parken am Standort“ (hoher Utility-Wert) und „Eating-Out-Guides“ (informativ).

„Zero-Click“-Gefahr

Unsere Tests mit KI-Suchmaschinen ergaben, dass STAYERY bei Anfragen wie „Serviced Apartment Anbieter“ noch nicht als Entität empfohlen wurde. Wir lieferten Handlungsoptionen, um diese Lücke zu schliessen.

Fehlende Alt-Texte identifiziert

Wir analysierten hunderte Medien-Elemente und wiesen nach, dass der Grossteil der Bilder keine Alt-Texte besass. Zusammen mit der Analyse der Farbkontraste (die auf fast allen Standortseiten, z. B. Berlin und Bremen, die WCAG-Ratio von 4.5:1 teils unterschritten) übergaben wir ein detailliertes Inventar an Assets, die für eine inklusive Marke optimiert werden müssen.

Marken-Semantik

Wir wiesen nach, dass über 50 % des Traffics über Brand-Keywords kamen. Gleichzeitig zeigte die Analyse, dass das Suchvolumen für „Hotel“ um ein Vielfaches höher ist als für „Serviced Apartment“. Das Ergebnis ist eine klare Empfehlung zur Hybrid-Optimierung der Landingpages, um auch Nutzer abzuholen, die eigentlich ein Hotel suchen, aber ein Apartment brauchen.

Weitere Ergebnisse unserer Analysen

Learnings

Wichtige Erkenntnisse

  • Vokabular-Gap zwischen Nutzer und Marke: Die Analyse zeigte, dass die Zielgruppe oft noch im „Hotel-Modus“ sucht. Um Neukunden im Top-Funnel abzufangen, muss die Content-Strategie diese semantische Lücke schliessen und Begriffe hybrid nutzen, statt zu starr auf dem Fachbegriff zu beharren. Der Unterschied der Begriffe sollte trotzdem erklärt werden, z.B. in einem FAQ, sowohl für Mensch als auch Maschine.
  • Digitale Barrierefreiheit ist umsatzrelevant: Da STAYERY auf eine physische Rezeption verzichtet, ist die Website der einzige Zugangspunkt. Barrieren im Buchungsprozess (wie die fehlende Tastaturbedienbarkeit) sind daher keine blossen „UX-Schönheitsfehler“, sondern harte Ausschlusskriterien, die direkt Umsatz kosten können.
  • Technische Schulden bremsen Skalierung: Die Anzahl an technischen Altlasten (Redirect-Ketten, Canonical-Fehler) zeigte, dass das bisherige Setup nicht mit der Expansionsgeschwindigkeit mitgewachsen war. Bevor weitere Standorte und Sprachen ausgerollt werden, muss die technische Basis («Hygiene») bereinigt werden, da sich Fehler sonst mit jeder neuen Seite multiplizieren.
  • „Side-Entrances“ als Wachstumstreiber: Mit gut rankenden Brand-Keywords hat STAYERY bereits ein starkes Fundament gelegt. Die Daten zeigten jedoch, dass Nutzer oft lösungsorientiert suchen (z. B. „Zwischenmiete“, „Meetingraum“). Bedeutet: Spezifische Landingpages für diese „Use Cases“ fungieren als effiziente Seiteneingänge, um Nutzer abzufangen, die die Marke STAYERY noch gar nicht kennen.
  • KI-Sichtbarkeit erfordert Struktur: Dass KI-Systeme die Marke in Vergleichen ignorierten, verdeutlichte ein neues Risiko. Unser Learning: In der Ära von ChatGPT & Co. reicht Text allein nicht aus. Die Marke muss auch durch strukturierte Daten (Schema.org) als klare „Entität“ für Maschinen lesbar gemacht werden, um in der generativen Suche besser empfohlen zu werden.

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