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Geldscheine aus dem Fenster werfen als Sinnbild für die Rückkehr des kostenlosen Google Shopping
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Google Shopping wird kostenfrei – Der SEA-Gamechanger?

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Enrico Bernardo 22/04/20

Nach nicht weniger als acht Jahren kehrt Google wieder zu alten Leisten zurück: Ab Ende April 2020 wird Google Shopping für Verkäufer auf der wohl größten Product-Listing-Ad-Plattform (PLA) kostenlos.


Das ist der wohl größte Gamechanger in der SEA-Szene seit Jahren: Google Shopping wird wieder kostenlos. Ist das ein verspäteter Aprilscherz? Wohl kaum. Am vergangenen Dienstag teilte der President of Commerce Bill Ready in seinem Blogpost mit, dass die Ergebnisse des Google-Shopping-Tab „ab der nächsten Woche hauptsächlich aus kostenlosen Produkt-Listings bestehen”. Was das für die Performance bestehender Kampagnen bedeutet und alle aktuellen Informationen rund um das Thema, haben wir in diesem Blogpost zusammengefasst.

So verändert sich Google Shopping ab April

Es scheint, als ob Google diesen Schritt bereits in der Schublade hatte, allerdings aufgrund der Corona-Krise, in welcher viele Einzelhändler Ihre Türen schließen mussten, vorzieht. „Die Krise war der Anstoß dafür, unsere Pläne voranzutreiben und für Händler kostenlos zu machen”, sagt Bill Ready. Allerdings wird diese Änderung von Dauer sein und passt in die notwendige Strategie von Google, die Suche nach Produkten einmal wieder grundsätzlich zu verändern. Und Google hat allen Grund dazu, denn Amazon auf den Fersen zu bleiben, ist in den kommenden Jahren wohl eine der wichtigsten Zielstellungen in der Produktsuche. Google kündigt eine zeitnahe Veränderung seiner Shopping-Funktion an. Dabei werden die kostenlosen Produkt-Listings bereits Ende April in den USA flächendeckend eingeführt. Wir dürfen also gespannt sein, was das ab Mai für die Performance aller internationalen Kampagnen bedeutet. In Deutschland werden die kostenfreien Shopping-Listings wohl erst im Verlaufe des Q3/Q4 verfügbar werden. Offiziell heißt es „… noch vor Ende April in den USA und bis Ende des Jahres mit weltweiter Expansion.”

Der Shopping-Hub gewinnt an Bedeutung

Bereits im vergangenen Herbst hat Google den sogenannten Shopping-Hub (shopping.google.com) komplett neu gestaltet. Es wird nun erwartet, dass diese UX/UI-Verbesserungen auch auf alle Google Shopping-Snippets ausgerollt werden. Agenturen und Marketing-Teams sollten den Einfluss auf das bekannte Karussell in der Google-Suche genau beobachten. Vermutlich ist der Google Shopping-Hub der eigentliche Angriff auf Amazon als den Rivalen in der Produktsuche. Auch wenn es für viele Produktthemen im Google Shopping-Hub weiterhin einen großen Anteil an Anzeigen geben wird, werden die kostenlosen und organischen Ergebnisse stark an Bedeutung gewinnen. Wir erwarten eine deutliche Steigerung der Bedeutung von Google Shopping für die Produktsuche und auch entsprechende Stand-alone-Kampagnen von Google selbst. Das Ziel dürfte sein, den Hub als neue Destination-Site für die Produktsuche zu etablieren, ähnlich wie Google selbst seit Jahrzehnten die erste Anlaufstelle für jedwede Suchanfrage ist.

Die Rückkehr von SEO in Product-Listing-Ads?

Wie genau lande ich denn nun in den kostenlosen Google Shopping-Listings? Wie nicht anders zu erwarten war, werden auch diese Platzierungen Feed-basiert funktionieren und über das bereits bekannte Google Merchant Center eingespielt. Um in den kostenfreien Shopping-Listings aufzutauchen, braucht es also lediglich einen gut optimierten Produkt-Feed, welcher im Merchant-Center eingespielt wird. Eine zusätzliche Einstellungsmöglichkeit zu den sogenannten Plattform-Optionen ermöglicht dann ein Listing über die organische und nicht bezahlte Option. Da das Feature in DACH noch nicht verfügbar ist, können wir zu den Einstellungsmöglichkeiten bisher nur mutmaßen. Auch eine Auswertung wird über das Google Merchant Center möglich sein, dann wird der Shopping-Hub wohl als Performance-Dashboard verfügbar, so bereits in der Google-Help-Sektion beschrieben.

Eines ist jedoch klar: Die Optimierung von Produkt-Feeds und Attributen sowie Beschreibungstexten und Produktbildern erfährt eine noch größere Bedeutung. Vermutlich kehren die SEO-Experten zu Google Shopping zurück und bauen eine spezialisierte Expertise auf, um Produkte optimal in den organischen Ergebnissen der Google-Produktsuche zu platzieren.

So funktioniert das kostenlose Google Shopping

Wie genau funktioniert die nun veränderte Verteilung von Anzeigen und Gratis-Einträgen? Bezahlte Shopping-Anzeigen werden weiterhin oben auf der Registerkarte „Google Shopping” dargestellt und ebenso in den SERPS der normalen Suchergebnisse. Laut searchengineland.com ist allerdings zu erwarten, dass es zukünftig, ähnlich wie bei Amazon, auch Layout-Experimente geben wird.

Das bedeutet, dass bezahlte und kostenfreie Shopping-Ergebnisse gemischt werden. Was sich vorerst nicht ändert, ist das bekannte Karussell in der Google-Suche, die sogenannten PLAs. Diese werden weiterhin nur aus Anzeigen bestehen, heißt es seitens Google. Der somit größte Anteil an direkten Suchergebnissen wird also wohl weiter ein sinnvolles Investment für Kunden von Google Shopping bleiben, obgleich offen bleibt, ob Google auch hier mit Experimenten arbeiten wird.

Enrico Bernardo
Enrico Bernardo Geschäftsführer

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