So machst du eine SEO-Konkurrenzanalyse

Zuletzt aktualisiert am: 18. Dezember 2025

Du hast ein Business im Internet und fragst dich, wer in deinem Markt führend ist – und was die Konkurrenz besser macht als du? Dann solltest du eine SEO-Konkurrenzanalyse durchführen. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie es geht.

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Was ist eine SEO-Konkurrenzanalyse?

Mit einer Konkurrenzanalyse kannst du herausfinden, was deine Wettbewerber in puncto Suchmaschinenoptimierung zu bieten haben. Dafür prüfst du die Seiten deiner Konkurrenz mit verschiedenen SEO-Tools auf Herz und Nieren.

Dein Ziel: Du willst wissen, wer deine Konkurrenten sind und wie du deine eigene Seite optimierst, um dich im Wettbewerb erfolgreich zu positionieren. Klingt aufwändig? Ist es auch. Aber es lohnt sich! Denn mit dem gewonnenen Wissen kannst du nachhaltige Strategien für deine eigene Website entwickeln, um dich langfristig an der Spitze zu platzieren.

So gelingt deine Konkurrenzanalyse

Zuerst musst du deine wichtigsten Wettbewerber ermitteln. Dabei helfen dir verschiedene SEO-Tools: Um die relevanten Suchbegriffe deiner Wettbewerber zu identifizieren, empfiehlt sich Semrush. Die Backlinks analysierst du am besten mit Ahrefs. Beide Ansätze sind wichtig, denn Konkurrenz gibt es immer – egal wie klein die Nische im Markt ist. Deshalb gilt: Kenne deinen Wettbewerber! Lass dich nicht von kleinen Seiten täuschen – manchmal machen gerade sie besonders viel richtig und du kannst dir noch einiges abschauen.

Zunächst solltest du herausfinden, über welche Suchbegriffe deine Wettbewerber den meisten organischen Traffic erhalten. Dafür nutzt du am besten Sistrix. Mit einer Keyword-Gap-Analyse findest du Keywords, für die deine Konkurrenz rankt, du aber nicht. Ausserdem ermöglicht dir die Gap-Analyse einen Blick auf gemeinsame Suchbegriffe, für die deine Konkurrenz womöglich besser rankt als du. Die jeweiligen URLs kannst du dann direkt miteinander vergleichen und deine eigenen Seiten entsprechend optimieren. Bei Sistrix nutzt du dafür den Bereich „Chancen“ unter der Kategorie „Keywords“. Dort kannst du bis zu drei Wettbewerber miteinander vergleichen:

Gap-Analyse in Sistrix

Dieser Vorgang verschafft dir zudem einen Überblick über den Wettbewerb eines Keywords. Für Suchbegriffe mit höherem Wettbewerb ist es tendenziell schwerer zu ranken. Sobald du alle relevanten Keywords ermittelt hast, lohnt sich ein Blick in die SERPs: Welche Seiten ranken in den Suchergebnissen besser als deine und warum? In diesem Kontext kann z. B. die Qualität des Contents entscheidend sein. Um künftig höher zu ranken als die Konkurrenz, musst du deine Keywords jedoch auch richtig einsetzen. Aber Vorsicht: Bei der Platzierung der Keywords solltest du mit Bedacht vorgehen und diese nicht zu häufig und spammig einsetzen. Ansonsten droht dir Ranking-Verlust. In diesem Kontext sprechen SEO-Expert:innen vom sogenannten „Keyword-Bashing”, was im schlimmsten Fall zu einer Google-Abstrafung führen kann. Unsere Empfehlung: Achte auf die Qualität deiner Texte, sprich die Suchintention potentieller Kund:innen an und setze deine Keywords gezielt ein. 

Content-Analyse

Welche bestehenden Texte ranken bereits gut und welche Keywords wurden genutzt? Was taugt der Content? Berücksichtige bei der Beurteilung der Inhalte besonders die Suchintention der Nutzer:innen

Sieh dir bei deiner Konkurrenzanalyse auch die internen Verlinkungen an. Verlinkt dein Wettbewerber von Blogartikeln auf Leistungsseiten und sorgt so für eine gute inhaltliche Verknüpfung der Unterseiten? Dann könntest du auch über diese Strategie nachdenken. 

Im SEO-Tool Semrush kannst du ein SEO-Content-Template erstellen und dort deine Ziel-Keywords eingeben. Anschliessend erstellt Semrush dir, anhand deiner Rivalen in den Google-Top-10, ein Template mit Content-Empfehlungen. Zu diesen Empfehlungen gehören zum Beispiel Seitentitel, Textlänge oder sogar Partner für Backlinks. Auf Basis dieser Tipps kannst du deinen Content gezielt optimieren.

SEO-Content-Template von Semrush

On-Page-Analyse

Bei einer SEO-Konkurrenzanalyse spielen jedoch nicht nur Content und Keywords eine zentrale Rolle. Auch WebdesignUX/UI und Page Speed müssen überzeugen. Denn was bringt mir der beste Inhalt, wenn er erst nach fünf Sekunden lädt und die Seite dann aussieht wie aus den 90ern?

Die Ladegeschwindigkeit einer Seite, also der Page Speed, ist ein wichtiger Ranking-Faktor, denn längere Ladezeiten führen erfahrungsgemäss zu einer höheren Absprungrate. Um eine Website auf ihre technischen Eigenschaften zu prüfen, nutzt du am besten die Seite PageSpeed Insights.

PageSpeed Insights

Dort bekommst du einen guten Überblick und kannst u. a. die Geschwindigkeit einer Website für Mobile und Desktop überprüfen. Wichtig: Um diesen Vorgang korrekt auszuführen, nutzt du die Anwendung am besten in einem Inkognitofenster deines Browsers. 

Genauso ist die Usability im SEO-Wettbewerb nicht zu unterschätzen und gewinnt stetig an Bedeutung: Wie ist die Navigation meiner Website im Vergleich zur Konkurrenz aufgebaut? So kann z. B. ein Burger-Menü aus Design-Gründen einer sichtbaren Navigation vorgezogen werden und aus Usability-Sicht erhebliche Nachteile haben: Nutzer:innen finden das Menü vielleicht nicht mehr so einfach und können es schlechter auf einen Blick erfassen. Doch auch bei einer sichtbaren Navigation kann man viel falsch machen – oder richtig. So sollte die erste Menü-Ebene möglichst schlank und übersichtlich gestaltet sein und nach Bedarf durch sinnvolle Unterkategorien ergänzt werden. Idealerweise wählst du die Begriffe nach Suchvolumen aus, damit z. B. deine Produktseiten davon profitieren. 

Ähnlich vorsichtig solltest du mit zu grossen CTAs sein. Sie können auf Besucher:innen aufdringlich und unübersichtlich wirken und somit eher abschrecken. Menü, Navigation und CTAs sind also eine gute Möglichkeit, Potenziale für die eigene Website zu ermitteln. 

Zu guter Letzt solltest du die Meta-Daten des Wettbewerbs analysieren. Dazu nutzt du am besten die Google-Chrome-Extension „SEO-META in 1 CLICK”. 

Extension SEO-META in 1 CLICK

Die Extension zeigt dir auf einen Blick wichtige SEO-Infos einer Webseite. Nutzt der gut-rankende Konkurrent viele knackige CTAs und Emojis in der Description, solltest du das vielleicht auch tun. Um deine Meta-Daten richtig einzusetzen, solltest du auf die korrekte Zeichenzahl achten. Hierbei hilft dir z. B. der Google Snippet Generator oder das Plug-in Yoast von WordPress. 

Off-Page-Analyse

Die internen Verlinkungen haben wir uns bereits angesehen, doch du solltest auch einen Blick auf das Link-Profil der Konkurrenz werfen. Schliesslich gehören Backlinks noch immer zu den heissesten Ranking-Faktoren für Google. Mit SEO-Tools wie Ahrefs kannst du eine Backlink-Analyse durchführen und die Linkprofile deiner Wettbewerber bewerten und vergleichen. Hier lohnt sich ein Blick auf die URL-Rating-Verteilung, denn sie zeigt dir die Stärke des Link-Profils der verlinkenden Seite als praktischen Wert von 0–100.

Backlinks bringen deiner Seite nur einen Mehrwert, wenn dein Partner über einen hohen Score im URL-Rating verfügt. Erhält die Konkurrenz Backlinks von bekannten Magazinen oder Shops, die auch für deine Seite als Partner infrage kommen würden? Dann setze dich mit den entsprechenden Ansprechpartner:innen in Verbindung und sichere dir qualitativ hochwertige Backlinks! Zudem können interessante und gut rankende Blogartikel auf deine Website aufmerksam machen und so für neue Partnerschaften sorgen.

Wichtig: Backlinks sollten immer auf „natürliche Weise” gewonnen werden. Wir raten vom Kauf von Backlinks ab. Für ein solches Vergehen kann Google dich schnell abstrafen.

3 Tipps zur SEO-Konkurrenzanalyse

1. Achte stets darauf, deine tatsächlichen Wettbewerber zu finden
Eine SEO-Konkurrenzanalyse ist nur dann wirklich sinnvoll, wenn du den Markt zuvor genau analysiert hast. So kannst du deine wichtigsten Wettbewerber identifizieren.

2. Fokussiere dich auf relevante Daten
Da eine SEO-Konkurrenzanalyse viel Zeit in Anspruch nimmt, solltest du dir zu Beginn eine Liste mit möglichen Optimierungsmassnahmen erstellen. Anschliessend kannst du deine Mitbewerber zielorientiert analysieren. Gehe nicht zu tief ins Detail, sondern suche nach den Daten, die sich künftig positiv auf deine Performance auswirken können.

3. Orientiere dich an sinnvollen und praktischen Vorgehensweisen deiner Konkurrenten
Ob technische SEO oder Content Marketing – bediene dich ruhig am Wissen anderer, aber setze es individuell und sinnvoll um. Sieh dir genau an, welche Taktiken für deine Marke und Seite sinnvoll sind, und entscheide dich gegen Vorgehensweisen, die nicht zu dir passen.

Fazit

Eine SEO-Konkurrenzanalyse ist ein wichtiges Werkzeug für erfolgreiche Suchmaschinenoptimierung. Durch gezielte Analysen kannst du deine stärksten Konkurrenten im Wettbewerb identifizieren. Mit deinem neuen Wissen kannst du nachhaltige Strategien entwickeln und so an deiner Konkurrenz vorbeiziehen.

FAQ: SEO-Konkurrenzanalyse richtig durchführen

Was ist eine SEO-Konkurrenzanalyse?

Eine SEO-Konkurrenzanalyse untersucht, wie gut deine Mitbewerber:innen in den Suchmaschinen positioniert sind – und warum. Du analysierst Keywords, Content, technische SEO-Faktoren und Backlinks, um daraus Optimierungspotenziale für deine eigene Website abzuleiten.

Sie hilft dir, Stärken und Schwächen deiner Wettbewerber zu erkennen. Du erfährst, welche Strategien in deiner Branche funktionieren, und kannst eigene SEO-Massnahmen gezielter planen. So erreichst du schneller bessere Rankings und mehr organischen Traffic.

Zu den wichtigsten Tools gehören Sistrix (Keyword-Analyse), Semrush (Content- und Wettbewerbsanalyse), Ahrefs (Backlink-Analyse) und PageSpeed Insights (technische Performance). Für Metadaten lohnt sich die Chrome-Erweiterung SEO META in 1 CLICK.

Nicht immer sind es dieselben Unternehmen wie im Markt. Prüfe, wer für deine wichtigsten Keywords in den Top-10 der Google-Suchergebnisse rankt. Diese Domains sind deine tatsächliche SEO-Konkurrenz – unabhängig von Grösse oder Bekanntheit.

Die Keyword-Gap-Analyse zeigt, für welche Suchbegriffe deine Konkurrenz rankt, du aber nicht. So erkennst du neue Keyword-Chancen und Themen, mit denen du deine Content-Strategie gezielt erweitern kannst.
Backlinks bleiben einer der wichtigsten Ranking-Faktoren. Analysiere, von welchen Seiten deine Wettbewerber Links erhalten – und bewerte deren URL-Rating. Ziel ist, qualitativ hochwertige, themenrelevante Backlinks natürlich aufzubauen, nicht zu kaufen.
Dazu zählen Ladezeiten, Usability, Navigation, CTAs und Meta-Daten. Vergleiche, wie dein Wettbewerb Inhalte strukturiert, Keywords platziert und interne Verlinkungen nutzt. So findest du schnell Ansatzpunkte zur Verbesserung deiner eigenen Seiten.

Mindestens halbjährlich, besser vierteljährlich. Da sich Rankings, Algorithmen und Wettbewerbsstrategien ständig ändern, ist regelmässiges Monitoring entscheidend für nachhaltige SEO-Erfolge.

Zu grosse Datenmengen ohne klare Zielsetzung, fehlende Priorisierung, oder das blinde Kopieren fremder Strategien. Erfolgreiche Analysen basieren immer auf individuellen Zielen und einer fokussierten Auswertung.

Autor

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Corinna Vorreiter

Corinna ist Head of Organic bei WEVENTURE und seit 2017 im SEO aktiv. Sie teilt ihr Wissen auf Konferenzen wie der SEO Campixx oder dem International Search Summit – mit Fokus auf internationales SEO und globale Sichtbarkeit.

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