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Facebook Targeting: mit Daten zur idealen Zielgruppe

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Nicolas Meyer 11/09/20

Gutes Facebook Targeting will gelernt sein, denn wer mit seinen Ads die “falschen” Nutzer erreicht, zahlt viel Geld für wenig Erfolg. Statt auf Daten zu setzen, verlassen sich viele Werbetreibende auf ihr Bauchgefühl. Das muss nicht zwingend schief laufen – Wer jedoch sicher gehen will, dass die eigene Werbung auch die richtigen Menschen erreicht, sollte sich für die Zielgruppendefinition um verlässliche Daten bemühen. In diesem Beitrag erklären wir dir zwei simple Methoden, mit denen du dein Facebook Targeting datengestützt optimieren kannst.  


Facebook Targeting: Prospecting vs. Remarketing – Was sind die Unterschiede?

Facebook Kampagnen werden häufig in zwei Arten unterteilt, Prospecting und Remarketing. Prospecting Kampagnen sind auf Zielgruppen ausgerichtet, die bisher noch keinen Kontakt mit deiner Marke hatten. Remarketing Kampagnen hingegen zielen auf Nutzer ab, die bereits mit einer Marke interagiert haben – z.B. in Form eines Likes, eines Seitenbesuchs oder sogar eines Kaufs. 

Für das Remarketing stehen dir verschiedene Daten zur Verfügung, die das Facebook Targeting erleichtern. So kannst du bspw. gezielt die Menschen ansprechen, die in den letzten 30 Tagen deine Website besucht haben oder auch die Nutzer, die in den letzten 3 Monaten ein bestimmtes Produkt gekauft haben. Die Daten hierfür liefert z.B. der Facebook-Pixel oder auch das eigene CRM-System.

Die Akquise von Neukunden (Prospecting) gestaltet sich etwas schwieriger. Woher soll man wissen, wer die geeigneten Kunden für das eigene Produkt oder die eigene Dienstleistung sein könnten? Anders als beim Retargeting stehen dem Werbetreibenden hier keine so offensichtlichen Daten zur Verfügung. 

Facebook bietet dir jedoch zwei simple Methoden, die es erlauben, datenbasierte Prospecting Zielgruppen zu definieren:

  1. Mit dem Facebook Audience Insights-Tool erhältst du unter anderem Einblick in gemeinsame Interessen von Nutzergruppen und kannst diese für die Definition deiner Zielgruppen verwenden. 
  1. Mit der Lookalike Audience-Funktion kannst du Zielgruppen erstellen, die deinen Bestandskunden, Seitenbesuchern oder App-Nutzern besonders ähnlich sind. 

Im Folgenden erfährst du, wie du diese Methoden erfolgreich für dein Facebook Targeting nutzen kannst. 

Interessen-basiertes Targeting mit dem Audience Insight Tool: 

Mithilfe von Facebooks Audience Insights lassen sich sozio-demographische und psychographische Eigenschaften einer Zielgruppe ganz einfach analysieren. Du kannst sowohl die eigenen Seiten-Abonnenten, als auch eine beliebige Nutzergruppe durchleuchten. Wer bereits eine Followerschaft auf Facebook hat, findet hier unter anderem die folgenden Informationen über sie heraus: 

  • Wie alt sind meine Follower? 
  • Folgen mir vermehrt Männer oder Frauen? 
  • Welchen Bildungsgrad weisen meine Follower auf?
  • Welche Jobtitel haben sie?
  • Sind meine Follower überwiegend vergeben oder doch eher single?
  • Welche gemeinsamen Interessen haben sie? 

Besonders die letzte Frage birgt nicht selten unerwartete Antworten: So konnten wir bei einer Kampagne für eine Tierfutter-Marke feststellen, dass die Follower der Seite eine gemeinsame Vorliebe für Moet Champagner teilten: Ein Nutzer, der die Seite von Moet Champagner mit “Gefällt mir” gekennzeichnet hatte, wies eine signifikant höhere Wahrscheinlichkeit auf, ebenfalls die Tierfutter-Seite geliked zu haben. Diese Information konnten wir bei der Definition unserer Zielgruppe als Interesse einschließen. 

Doch auch die sozio-demographischen Eigenschaften deiner Follower wie Alter, Geschlecht und Bildungsstand können dir als Datenbasis bei der Definition von Prospecting-Zielgruppen dienen.

Datenbasiertes Targeting mit Facebook Lookalike Audiences

Eine schnellere Methode für ein erfolgreiches Facebook Targeting ist die Verwendung von Lookalike Audiences. Mit dieser Funktion kannst du Nutzer erreichen, die deinen bestehenden Kunden oder Seitenbesuchern besonders ähnlich sind – Du erstellst sozusagen digitale Zwillinge. Die Funktion bietet dir eine effektive Methode, um neue Kunden zu finden und erhöht die Wahrscheinlichkeit, qualitativ hochwertige Leads  oder Käufe zu generieren.

Lookalike-Zielgruppen werden anhand von sogenannten Seed-Audiences, also Quell-Zielgruppen, gebildet. Man kann eine Quell-Zielgruppe anhand von verschiedenen Daten erstellen, wie z.B. den Folgenden:

  • Die Besucher deiner Website
  • Kundenlisten aus einem CRM-Tool oder einer E-Mail-Liste
  • Mobile App-Aktivität
  • Interaktionen mit deinen Social Media Inhalten

Für jede Art von Quell-Zielgruppe müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Um bspw. eine Lookalike Gruppe aus Website Besuchern erstellen zu können, muss zunächst ein Facebook Pixel auf der eigenen Website installiert werden. 

Um eine Quell-Zielgruppe anhand von Kundenlisten zu erstellen, sollte die verwendete Liste mindestens eine der sogenannten Haupt-ID’s beinhalten. Mithilfe Letzterer kann Facebook unsere bestehenden Kundendaten mit Facebook oder Instagram-Nutzern abgleichen und verknüpfen. Eine solche ID kann bspw. eine E-Mail Adresse, eine Telefonnummer oder der Vor- und Nachname eines Kunden sein. Je mehr ID’s die Kundenliste beinhaltet, desto höher sind die Chancen, dass Facebook alle Kunden in der Liste abgleichen kann. 


Fazit: Mit dem Audience Insight Tool und der Lookalike Funktion stehen dir zwei effektive Facebook Targeting Methoden zur Verfügung. Die Audience Insights bieten dir wertvolles Wissen über beliebige Nutzer-Gruppen oder deine eigenen Follower, mit dem du daten-basierte Zielgruppen erstellen kannst. Die Lookalike Funktion ermöglicht es, dir Nutzer anzusprechen, die deinen aktuellen Kunden oder Seitenbesuchern besonders ähnlich sind und erhöht deine Chance auf wertvolle Neukunden. 

Nicolas Meyer
Nicolas Meyer Werkstudent Digital Marketing

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