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Facebook Conversion API (CAPI): Tracking der Zukunft auf iOS 14

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Astrid Klein 15/07/21

Seit Anfang des Jahres erschweren die Änderungen des Apple App Tracking Transparency Frameworks auf iOS 14 Werbetreibenden das Sammeln von Daten auf Facebook. Die Facebook Conversion API (früher Server-Side API) wird nun von vielen als kleiner Lichtblick für die Welt voller Ad-Blocker gesehen. Wie das funktionieren soll und ob es wirklich gegen die Ohnmacht der Datenleere hilft, erfährst du hier.


Was dich erwartet

Seit Anfang des Jahres erschweren die Änderungen des Apple App Tracking Transparency Frameworks auf iOS 14 Werbetreibenden das Sammeln von Daten auf Facebook. Events werden im Falle eines Opt-Outs nur noch eingeschränkt aggregiert und verspätet reported. „Business as usual” ist nun für die meisten Werbetreibenden nicht mehr möglich, da man viel weniger Daten sieht, aus denen man die richtigen Entscheidungen zum Optimieren und Skalieren seiner Kampagnen ableiten könnte. Die Facebook Conversion API (früher Server-Side API) wird nun von vielen als kleiner Lichtblick für die Welt voller Ad-Blocker gesehen.

Was ist überhaupt eine Conversion-API?

Die Conversion-API (CAPI) ist ein serverseitiges Website-Tracking. Beim serverseitigen Website-Tracking werden Daten vom Server erfasst und dieser gibt sie an die Drittanbieter-Tools (beispielsweise Facebook oder Analytics) weiter. Das Prinzip ist also grundsätzlich identisch zum Tracking über den Pixel. Der Unterschied ist, dass die Daten nicht auf der Website oder der App, sondern auf dem Server erfasst und weitergegeben werden. Das Rad wurde hier also nicht neu erfunden. Auch für die Messung von beispielsweise Offline-Käufen wird das serverseitige Webseiten-Tracking schon lange genutzt. Wenn aber die Conversion-API nichts Neues ist und auch eigentlich dem Prinzip des Tracking mit dem Pixel gleicht, wie hilft es uns bei unserem Datensammel-Problem?

Facebook API vs. Pixel Event
Facebook-API vs. Pixel-Event (Quelle: facebook.com)


Wie man an der Grafik erkennt, ist die CAPI ein zusätzliches Tracking-Tool, das zusammen mit dem altbekannten Pixel-Tracking aufgesetzt werden soll. Welche Vorteile dies im Einzelnen bringt und welche neuen Erkenntnisse aus der Verwendung der Conversion-API gezogen werden können, fassen wir euch nachfolgend zusammen.

Vorteile

Für Werbetreibende bietet die Nutzung der Conversion-API zusätzlich zum Pixel erhebliche Vorteile. Die CAPI greift nicht nur mehr Datensignale als das Facebook-Pixel auf, sondern verhält sich bei Problemen bezüglich der Conversion-Daten auch deutlich stabiler.
Alle Vorteile auf einen Blick:

  • Ad-Blocker: Mit der Conversion-API Ad-Blocker im Browser umgehen
  • Conversion-Daten: Weniger anfällig für Probleme, die sich auf die Conversion-Daten auswirken können, wie zum Beispiel Browser-Abstürze, Verbindungsprobleme oder lange Seiten-Ladezeiten
  • Algorithmus und Optimierung: Mehr Datensignale für den Algorithmus und die Optimierung 
  • Zielgruppen: Mehr Datensignale, um Zielgruppen (Retargeting und Lookalike) aufzubauen 
  • Attribuierung: Mehr Datensignale für eine bessere Attribuierung 
  • Offline-Events: Tracking von Events (zum Beispiel Telefonanrufe oder Einkäufe in Geschäften)

Was ist bezüglich der CAPI zu beachten?

Bei allen Vorteilen, die die CAPI mit sich bringt, gibt es dennoch einige Punkte, die man beim Einbau und der Nutzung beachten sollte.

  1. Der Einbau: Bei der Conversion API handelt sich um eine komplexe Tech-Thematik und man benötigt meist einen Experten um die Conversion API richtig einzubauen. Ein Test, ob alle Daten zuverlässig einlaufen, ist unerlässlich.
  2. Datenschutz: Datenschutzrichtlinien müssen nach wie vor eingehalten werden. Ohne die entsprechende gesetzliche Grundlage und das Einverständnis der User:innen dürfen auch weiterhin keine personenbezogenen Daten getrackt werden.

Einen sehr guten Beitrag über die verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten der CAPI in beispielsweise Magento, Shopware, WordPress oder WooCommerce hat Tracking Garden in einem Artikel veröffentlicht.

Empfehlung für dein Facebook-Tracking-Setup 

Wenn ihr die entsprechenden Ressourcen in eurem Unternehmen habt, baut die Conversion API (CAPI) auf jeden Fall zusätzlich zum Facebook-Pixel ein. Die zusätzlichen Infos (Datensignale, Offline-Events etc.) und stabileren Ergebnisse werden sich auf Dauer lohnen.
Ebenfalls können Upper-Funnel-Events durch die gemeinsame Nutzung von CAPI und Pixel weiterhin gemessen werden.


Fazit

Die Conversion-API ist an sich nichts Neues, doch viele Erfahrungsberichte und Use Cases gibt es durch die doch eher anspruchsvolle Einbindung leider noch nicht. Die Einbindung zusammen mit dem Pixel-Tracking kann dabei helfen, mehr Daten in deinem Werbemanager zu sehen. Mehr Daten heißt auch automatisch mehr Optimierungs-Spielraum, womit du deinen ROAS auf ein Top-Level heben kannst.

Das Thema Ad-Blocking hat gerade erst begonnen und ist sicherlich noch lange nicht am Ende. Daher sollte man jetzt schon mit alternativen Tracking-Methoden wie der CAPI spielen, um für die Zukunft bestens gewappnet zu sein. Eine Alternative zum Pixel bietet die CAPI also nicht, aber sie ist sicherlich Teil des Facebook-Trackings der Zukunft.

Astrid Klein
Astrid Klein Team Lead SMA

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