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Der grosse WooCommerce SEO Guide für Anfänger

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Corinna Vorreiter
04/09/20

Dein Shopsystem ist auf WooCommerce und WordPress aufgebaut? Dann hast du eine Menge Möglichkeiten, deine Seite so zu optimieren, dass sie möglichst gut organisch auf Google gefunden wird. Bei all den Möglichkeiten kann es allerdings schnell passieren, dass man den Überblick verliert, vor allem als Anfänger. Deswegen haben wir dir einige Tipps und Tricks zum Thema WooCommerce Search Engine Optimization zusammengetragen, mit denen dein organischer Traffic durch die Decke gehen wird.


SEO-freundlicher Aufbau deiner WooCommerce-Seite

Wenn du deine WooCommerce-Seite aufbaust, solltest du von Anfang an einige Dinge zur Suchmaschinenoptimierung beachten:

  1. HTTPS und SSL-Verbindung
Ansicht einer https:// verschlüsselten Seite
Sichere Verbindung für deinen WooCommerce Shop

Das A und O jedes Online Shops ist die sichere Verbindung, damit die Daten deiner Kunden nicht ausgelesen oder verändert werden können. Dies ist ganz besonders wichtig für Daten wie Kreditkartennummern o.ä. 

SSL steht dabei für “Secure Sockets Layer” und stellt sicher, dass Daten zwischen Nutzern und Websites verschlüsselt und somit nicht von aussen gelesen werden können.

HTTPS steht für “Hyper Text Transfer Protocol Secure” und ist am grünen Schloss links neben der URL dann zu erkennen, wenn eine Webseite durch ein SSL-Zertifikat abgesichert ist. Ein Klick auf das Schloss zeigt die Angaben zum Zertifikat wie Zertifizierungsstelle und Firmenname.

SSL-Zertifikate gibt es online von verschiedenen Anbietern. Sie kosten etwa 10€/Jahr. 

  1. Checkout und Payment
Checkout- & Payment-Optionen optimieren
Checkout und Payment optimieren für die ideale Shopping-Experience

Bei der WooCommerce-Installation bekommst du den Standard-Checkout mitgeliefert, der zwar weitestgehend komplett ist, den du aber leider nicht grossartig anpassen kannst. Falls du Änderungen beim Checkout vornehmen möchtest, gibt es Plugins wie “Checkout Manager for WooCommerce” oder “WooCommerce Checkout Field Editor Manager Pro”. Es empfiehlt sich auf jeden Fall Testbestellungen durchzuführen, sobald dein Online-Shop funktionsfähig ist.

Wenn es um Zahlungsmethoden geht, kannst du in den generellen Einstellungen deine bevorzugten Methoden wie PayPal, Klarna oder Stripe einrichten. Hier musst du jeweils einen Account für diese Zahlungsanbieter anlegen und dann verbinden. Die Gebühren der Anbieter variieren, jedoch sollte man sich überlegen, beispielsweise die PayPal-Gebühren in Kauf zu nehmen, um Kaufabbrüche zu verhindern und die Zahlung so einfach wie möglich zu gestalten.

  1. SEO-freundliches WooCommerce Theme
Responsives und SEO-freundliches WooCommerce Theme
SEO-freundliches WooCommerce Theme

Das Theme sollte kompatibel mit deinen Plugins sein und natürlich SEO-freundlich. Dabei gibt es Folgendes zu beachten:

  • WooCommerce Theme, ggf. kompatibel mit dem WPML-Plugin bei Mehrsprachigkeit oder anderen wichtigen Plugins, die du nutzen möchtest.
  • Responsives Design, damit dein Online-Shop sowohl auf Desktop-Computern als auch auf Smartphones korrekt angezeigt wird und gut nutzbar ist. Da die Mehrheit des Traffics heutzutage über Smartphones kommt und auch Google via “mobile first” crawlt, sollte die mobile Nutzbarkeit immer an erster Stelle stehen, sogar noch vor der Desktop-Version.
  • Ggf. eingebaute Produktfilter
  • Sieh dir an, ob die Optionen zur Anpassung/Customization, deinen Bedürfnissen entsprechen.
  • Nimm ein Theme mit exzellenten Bewertungen und aktivem Support.

  1. Sprechende URLs
Sprechende URLs in Online Shops
Sprechende URL für die beste UX und SEO

Als Best Practice werden sprechende URLs angesehen, also vermeide kryptische Zahlen- oder Buchstabenkombinationen. Benenne deine Kategorien und Produkte ordentlich und integriere diese Namen in die URLs, also NICHT https://domain.de/kat-a2k3l/ sondern lieber https://domain.de/hundefutter/.

  1. Seitenstruktur
Seitenstruktur für deinen WooCommerce Shop
Eine gut durchdachte Seitenstruktur verhindert Mehrarbeit

Mache dir von Anfang an Gedanken über deine Seitenstruktur. Welche Produkte verkaufst du und in welcher Kategorie werden diese zu finden sein? Möchtest du Ratgeber-Seiten integrieren und wo kannst du diese sinnvoll verlinken? Male dir die Seitenstruktur auf und definiere Kategorien und Tags. Achte dabei darauf, einheitlich bei der Benutzung der Tags zu bleiben. Wenn du mit Struktur an den Seitenaufbau herangehst, sparst du viel Zeit und musst später nicht in alle Produkte gehen, um Tags, Kategoriezuweisungen oder Links zu ändern.

Die besten WooCommerce SEO-Plugins

Um deine Seite so schnell und schlank wie möglich zu halten, solltest du so wenige Plugins wie möglich installieren. Trotzdem gibt es einige, die dir helfen können, deinen WooCommerce Online-Shop SEO-seitig zu optimieren:

  1. Yoast SEO für deine WooCommerce-Seite

Yoast SEO ist das ultimative SEO-Plugin und wird von uns empfohlen. Die kostenlose Version hat viele wichtige Funktionen. Die Wichtigsten davon sind:

  • Einfache Änderungen von Meta Title und Meta Description. Diese definieren, wie deine Seite in den organischen Suchergebnissen angezeigt wird.
Page Title und Meta Description in einem Google Suchergebnis
  • URL-Änderungen: Auch URLs können ganz einfach angepasst werden.
  • Indexierung und Deindexierung von Seiten: Hier kannst du einstellen, ob bestimmte Seiten in der Google-Suche gefunden werden sollen.
  • Canonical: Wenn du eine Seite erstellst, die einer anderen Seite sehr ähnelt, erkennt Google das und markiert es als “Duplicate Content”, was negativ gewertet wird. Um das zu vermeiden, kannst du eine Seite via Canonical als Duplikat ausweisen. Du kannst also auf Seite domain.de/abc einen Canonical zu Seite domain.de/def eingeben. Damit zeigst du Google: /def ist die Original-Seite, die indexiert werden soll, /abc ist nur eine Kopie, ignoriere sie.
  • SEO-Analyse des Texts: Das Plugin gibt dir ausserdem anhand eines Ampelsystems Anhaltspunkte, ob du dein Keyword oft genug im Text benutzt, ob dein Text zu kurz oder zu lang ist etc. Diese Funktion ist allerdings mit Vorsicht zu geniessen, eine grüne Ampel ist nicht immer sinnvoll.

  1. WPML

WPML ist das Standard-Plugin bei mehrsprachigen WordPress-Seiten. Bei Inhalten in mehreren Sprachen oder mehreren Versionen (beispielsweise die gleiche Seite für Deutschland und Österreich) ist es wichtig, diese entsprechend mit einem Hreflang Tag zu kennzeichnen. Dies macht das Plugin. Ebenso wird damit das Management der verschiedenen Sprachen erleichtert.

  1. Plugin zum Seiten bauen – Elementor

Es gibt verschiedene Plugins, um individuelle Seiten zu bauen. Eines davon ist Elementor – dieses Plugin lässt sich relativ intuitiv bedienen. Elementor bietet die Möglichkeit, bestimmte Seiten blockweise aufzubauen und vom Standard-Template abzuweichen. Wenn man bestimmte Vorstellungen hat, wie eine Seite aussehen soll, ist dies eine tolle Möglichkeit, diese Vorstellungen umzusetzen – auch ohne Programmierer.

Kategorieseiten optimieren

Im Normalfall und vor allem, wenn dein Online-Shop sehr viele Produkte beinhaltet, sind die Kategorieseiten diejenigen, die den meisten Traffic anziehen werden. Dementsprechend sollten diese besonders optimiert und ansprechend gestaltet sein. 

  1. Texte auf den Kategorieseiten

Da Google eine textbasierte Suchmaschine ist, empfiehlt es sich, smarte Texte auf den Kategorieseiten zu platzieren. Dies kann am Anfang der Seite (auch als Akkordeon) geschehen, am Ende der Seite oder sogar zwischen den Produkten. Wichtig hierbei ist nicht nur die Benutzung der richtigen Keywords (die man mit den richtigen Keyword-Tools herausfindet), sondern auch dem Nutzer einen echten Mehrwert zu bieten. Der Text sollte dementsprechend themenspezifisch und erklärend sein und offene Fragen beantworten. Jede Seite verdient dabei einen einzigartigen Text, der nur für diese Kategorie geschrieben wurde. Dies kann bei vielen Seiten eine Menge Arbeit sein, lohnt sich aber normalerweise – denn erfahrungsgemäss hat man hier einen der grössten Hebel, um Rankings zu verbessern.

  1. Verlinkungen

Die interne Verlinkung ist eine der wichtigsten Faktoren im SEO. Eine Seite, die intern oft verlinkt wird, wird von Google als wichtig angesehen. Wenn eine Seite ohne Verlinkung besteht, wird diese früher oder später aus dem Index herausfallen. Setze Verlinkungen sinnvoll und achte auf die User Journey. Gehe dabei sicher, sinnvolle und spezifische Ankertexte (also die Wörter, die in der Verlinkung blau hinterlegt sind) auszuwählen. Vermeide Ankertexte wie “mehr hier” und nutze stattdessen solche wie “BARF Hundefutter”. 

Produktseiten optimieren

Auch die Produktseiten können, sofern sie gut optimiert sind, gute Rankings erzielen. Hierbei gelten drei Regeln:

  1. Unique Content

Im besten Fall kreierst du einzigartigen Content für jedes deiner Produkte. Dies ist das ideale Szenario, aber eventuell nur möglich bei sehr wenigen Produkten. Kopiere nicht den Content anderer Webseiten oder des Herstellers. Dies stellt Duplicate Content dar und wird u.U. von Google abgestraft. 

  1. Varianten

Wenn du Produkte hast, die es in vielen verschiedenen Varianten gibt (z.B. ein T-Shirt in rot, gelb und grün), wird es schwer und unsinnig, für jede Farbe einzigartigen Content zu erstellen. Hier sollte man auf die Möglichkeit zurückgreifen, Varianten zu erstellen, um Duplicate Content zu vermeiden. Das rote, gelbe und grüne T-Shirt sind unter derselben URL zu erreichen und teilen sich eine Beschreibung. WooCommerce erlaubt dies in den Einstellungen des Produktes, indem man mehrere Varianten erstellt (z.B. für Farben oder Grössen). 

  1. Canonical

Durch das Yoast SEO Plugin hast du auch die Möglichkeit, auf andere Seiten via Canonical Tag zu verweisen. Wenn du also zwei ähnliche Produkte mit dem gleichen Text hast, kannst du so ein “Hauptprodukt” auswählen und das Canonical dorthin zeigen lassen.

Themenrelevanten, informativen Content erstellen

Auch informative Inhalte können sich für einen Online-Shop lohnen. Vor allem mit WordPress ist es kein Problem, parallel auch einen Blog oder ein Magazin anzulegen und zu integrieren. Diese textlastigen Seiten ranken potenziell für allerlei Themen rund um das Thema deines Online-Shops und ziehen so Traffic auf eben diesen. Ausserdem spricht man so auch potenzielle Kunden in anderen Phasen des Funnels an (siehe Full Funnel Strategie) und kann sein Branding stärken.

Verkauft man z.B. BARF Hundefutter, spricht man mit einem gut gemachten Online-Shop die Leute an, die sich schon aktiv für BARF entschieden haben und nun Angebote vergleichen (Desire-Phase). Kreiert man nun Content zum Thema “Wie sinnvoll/gesund ist BARF?”, kann man so auch Nutzer auf die Seite ziehen, die sich noch in der Entscheidungsphase befinden (Interest-Phase), überzeugen und gleich zum Kauf verleiten oder zumindest als Marke im Hinterkopf bleiben.

Gut redigierter Content kostet Zeit und Geld, zahlt sich aber mit der richtigen Strategie in den meisten Fällen aus.

Page Speed: Mach deinen WooCommerce-Shop schnell!

Achte von Anfang an darauf, dass du die Ladezeiten gering hältst. Eine Studie von Google aus dem Jahr 2017 zeigt, dass bei einem Anstieg der Ladezeit von 1 auf 7 Sekunden die Absprungrate um 113% zunimmt. Die Ladezeit ist also wichtig, um die Nutzer auf der Seite zu halten, auch ist der Faktor Page Speed mittlerweile ein Rankingfaktor. Hierzu haben wir einige Tipps:

  • Plugins: Nutze so wenige Plugins wie möglich. Halte dein WordPress-System schlank und installiere nur, was du dringend benötigst!
  • Bilder komprimieren: Lade Bilder nur komprimiert hoch. Dies kannst du kostenlos bei Optimizilla, compressor.io und vielen anderen Anbietern tun. Achte auch darauf, dass deine Bilder auf die richtige Grösse zugeschnitten sind.
  • Komprimierung: Es gibt auch Plugins, die nicht nur Bilder (z.B. EWWW Plugin) komprimieren, sondern auch Skripte und Code, beispielsweise Smush

Ladezeiten kontrollieren

Um deine Ladezeiten zu kontrollieren, empfiehlt sich das Page Speed Insights Tool. Es zeigt detailliert anhand eines Scores von 0-100, wo deine Website steht und was du verbessern solltest.

Zusammenfassung – die wichtigsten WooCommerce SEO-Optimierungen

  1. Baue deine Seite von Anfang an SEO- und nutzerfreundlich und strategisch auf.
  2. Nutze Plugins wie Yoast, WPML oder Elementor, um deine Website zu perfektionieren. Achte dabei darauf, so wenige Plugins wie möglich zu installieren, um deinen Online-Shop so schlank und schnell wie möglich zu halten.
  3. Optimiere deine Kategorie- und Produktseiten durch hilfreiche und einzigartige Texte, Links und Bilder.
  4. Erweitere deinen Content um einen Blog oder ein Magazin, um auch User in einer anderen Funnel-Ebene auf deine Website zu bekommen.
  5. Behalte immer die Ladezeit deiner Seite im Auge.

Fazit: Mit den richtigen Optimierungen kannst du die organische Performance deines WooCommerce Shops deutlich pushen. Hierbei ist es wichtig, strategisch und akribisch vorzugehen. Dies kostet zwar Zeit, wird sich jedoch am Ende auszahlen. Wenn du weitere Fragen zum Thema hast, melde dich gern bei uns!

Corinna Vorreiter<br />
Corinna Vorreiter
Digital Marketing Managerin

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